Archive for the Gaming allgemein Category

Auf in das Jahr 2010

Posted in Gaming allgemein with tags , , , on Januar 3, 2010 by maehman

Zuerst wünsche ich allen Lesern ein frohes neues Jahr und hoffe alle haben den Jahreswechsel gut überstanden.

Wow, so schnell ging 2009 also vorbei. Und wenn ich das Jahr so Revue passieren lasse, ist außer so manchem enttäuschenden Hype nur wenig hängen geblieben. Zumindest im MMO Bereich. Aion hatte für mich noch vor Endlevel seinen Reiz verloren und liegt inzwischen auf Eis. WoW hat sich auch wieder erledigt, nachdem auf der GamesCom09 die Infos zu Cataclysm bekannt wurden, die finde ich nämlich mal sehr bescheiden. Und sonst war da ja eigentlich nicht so viel.

Champions Online bietet einen super Characktereditor und ein frisches Setting, solange man nie CoH/CoV gespielt hat, aber verfällt sonst sehr schnell in das zu übliche Schema.

Da bleibt nur noch ein Titel, der mich doch angenehm überrascht hat zum Ende des Jahres. Fallen Earth hatte mich schon mit einem Closed Beta Key beglückt, wo ich das Setting schon recht ansprechend fand, doch war das ganze doch noch sehr unfertig zu dem Zeitpunkt, so dass ich doch mit etwas zu vielen Abstürzen zu kämpfen hatte. Aber ich behielt das ganze im Auge und als es das ganze dann bei Steam für knapp 18 Euro gab, schlug ich zu und ich bin nicht enttäuscht. Ich spiel es nur selten, aber dann macht es massig Spass, ich glaube ich werde da mal zur Abwechslung ne Weile dran bleiben, wenn auch ohne den Druck es ständig spielen zu müssen. Einfach in Ruhe geniessen.

Doch was kommt 2010? Star Trek Online juckt mich nicht, genauso wenig wie Star Wars The Old Republic bis jetzt. Age of Conan wird es auch mit seinem Addon nicht retten können und bei Titeln wie Global Agenda hab ich irgendwie ein komisches Gefühl im Magen, also lassen wir das mal lieber. So langsam werden MMOs für mich wirklich weniger reizvoll. Da wird die Community langsam wichtiger, als das Spiel und so könnte ich doch dann bei Star Wars landen… aber mal sehen.

Doch MMOs sind ja nicht das einzige im Gamingbereich, auch im SinglePlayer könnte dieses Jahr mal wieder einiges erscheinen, was lohnenswert ist. So scheint das jetzt die Tage erscheinende Darksiders schon einen sehr guten Start hinzulegen, mit durchaus positiven Reviews quer durch den Markt. Mal sehen, ich habs bestellt und finde vielleicht auch die Zeit es zeitnah anzutesten.

Alles gute und ein unterhaltsames Gamingjahr 2010.

Sommer, Sonne, Gamerträume

Posted in Gaming allgemein with tags , , , , , , , , , , on August 18, 2009 by maehman

So, nach langer Zeit mach ich nun meine Drohung wahr und schreib mal wieder was. Vor lauter 12h Schichten und raiden kam das Blog hier doch etwas kurz.

Doch was gibts so bei mir in der Gaming Welt? Momentan kreist so einiges um mich herum und ich kann mich wirklich nicht beklagen, außer vielleicht über zu wenig Zeit.

World of Warcraft: Hab ja eine neue Gilde gefunden nachdem sich meine alte Gilde (die quasi seit Release bestand) aufgelöst hatte und hab nen echten Glückstreffer gelandet. Super Leute und auch meine doch recht nervigen Schichtzeiten werden akzeptiert. Doch momentan macht uns doch etwas das Sommerloch zu schaffen, zumindest bei den 25er Raids. Bei dem ganzen Wechsel hab ich auch spontan meinen Mainchar gewechselt und bin jetzt wieder mit meiner Troll Jägerin unterwegs und im Gegensatz zu dem Jägerdebakel in BC machts wieder richtig Laune. Daher alles Top an der WoW Front.

Aion: Vorbestellt (Collectors…) und somit in der Beta. Die letzten beiden Events konnte ich leider wegen Arbeit nicht zocken und so hab ich nur einen Char bis auf Level 10 gebracht. Aber ansich gefällt das Game, doch es reisst mich auch nicht vom Hocker. Alles ist so ganz schön, aber auch so einige Dinge die mich irgendwie stören. Da wäre zum einen, dass die Kämpfe etwas ‚behäbiger‘ ablaufen. Irgendwie hab ich ein Problem mit den Skillcooldowns in Aion. Wenn ich drücke passiert nichts und ich muss nochmal, das stört für mich ziemlich den Spielfluss, zumindest in Kämpfen. Auch die Klassenauswahl ist ja relativ begrenzt. Naja, ob ich die Bestellung durchziehe muss ich mir nochmal genau überlegen.

Champions Online: Wie, watt? Superhelden, waren zumindest in Sachen MMO nie mein Ding, doch wo ich gestern gelesen habe, dass die offene Beta angefangen hat, wurde ich neugierig. Also Fix Key besorgt, Client über Fileplanet gezogen (sogar mit gutem Speed) und dann dicke Backen gemacht. Gehts den Jungs bei Cryptic noch gut? Ich bin ja auch mal große Patches gewohnt, Content Patches bei WoW hatten auch schonmal nen GB (wobei jetzt wo der Content Zuwachs dünner wird auch die Patches kleiner werden), aber 3GB zum Start der offenen Beta patchen? Ja ne, ist klar, ein andermal vielleicht… Also Ersteindruck gleich mal mieserabel.

Huxley: Der Tabula Rasa / Unreal Tournament Verschnitt. Also als ich früher so langsam genug von Planetside hatte, tauchte Huxley am Horizont auf und weckte ein nicht geringes Interesse, doch was bis jetzt daraus geworden ist, lässt mich schaudern. Irgendwie nix halbes und nix ganzes. Man levelt in PVE Zonen, wo das ganze grob wie bei Tabula Rasa abläuft und dann gibts PVP Zonen wo dann im Stil von UT gefraggt wird. Naja, irgendwie erschliesst mnich mir noch nicht so ganz der Grund, warum ich das ernsthaft spielen sollte. Sowohl Multiplayer Shooter, als auch MMOs gibts haufenweise bessere.

XBox 360: Viel zu viele Spiele und keine Zeit. Irgendwie recht mau bei mir momentan. Doch hab ich noch so einiges liegen was mich vermutlich viele unterhaltsame Stunden kosten wird und auch einige echte Schnäppchen gemacht in letzter Zeit. Also auch nur halb so schlimm, wenn die Titel erstmal ne Weile liegen.

 

Achja, ich fahr Sonntag zur GamesCom…

Sammeln, tauschen und bunte Grafik vs Anime, Gewalt und coole Sprüche

Posted in Gaming allgemein with tags , , , , , , on April 2, 2009 by maehman

Momentan streiten sich 2 Spiele um die Vorherrschaft bei mir. Battleforge für den PC und Afro Samurai für die XBox 360. Beide haben durchaus ihren Reiz und begeistern durch ihren ganz eigenen Charme.

Battleforge

Nachdem ich zum Ende der Battleforge Beta noch nen Platz abbekommen habe, hab ich das Spiel dann vorbestellt.  (In letzter Zeit krieg ich erschreckend oft Beta Keys, hoffentlich bleibt das so.) Ich lass mir doch keine Extra Karten in einem Sammelkartenspiel entgehen.

Und ich bin bis jetzt wirklich angenehm überrascht. Die Grafik, wenn auch sehr bunt ist sehr passend. Der Comicstil zielt zwar auf eine etwas jüngere Zielgruppe, aber weiss trotzdem zu gefallen. Dazu wirklich klasse Animationen. Besonders die großen Einheiten wurden mit wirklich viel liebe zum Detail gestaltet.

Sound ist ok. Deutsche Synchronsprecher kann man sich allerdings sparen. Da kommt bei den Englischen deutlich mehr Flair rüber.

Die Singleplayer Story ist allerdings wirklich sehr kurz. Da bleibt nur zu hoffen, das da noch einige Missionen nachgeschoben werden. Es gibt schliesslich genug Leute die nicht ständig Koop oder PvP machen wollen und auch für diese Kunden sollte genug Spiel vorhanden sein.

Spielen tut sich das ganze relativ flott. Da kein Basisbau nötig ist ufern die Missionen zeitlich nicht aus. Dazu gibt es teilweise Zeitbegrenzungen, also kann man auch mal mit weniger Zeit eine Mission in Angriff nehmen. Eine halbe Stunde bis Stunde sollte man aber pro Missionen einplanen. Benötigt der erste Schwierigkeitsgrad nur begrenzt Taktik, steigt der Anspruch auf den beiden höheren Schwierigkeitsgraden deutlich an. Besonders in Koop Missionen muss man schon gute Absprache und Taktik ins Spiel bringen um siegreich zu sein.

Doch hat jeder wirklich die gleichen Chancen? Ich denke nicht. Sicherlich lassen sich die Singleplayer Missionen mit den anfänglichen Karten und zur Not durch getauschte Karten alle bestehen. Doch im Koop und vorallem im PvP werden zwangsläufig Spieler die mehr in ihren Kartenpool investieren deutlich besser darstehen. Gut, das war eigentlich schon vorher klar, so funktioniert das bei Sammelkartenspielen. Damals mit den Magic Karten war es auch nicht anders (und was hab ich da an Taschengeld verbraten…). Dadurch ist PvP für mich auch weniger von Interesse. Zwar hab ich noch ein paar Punkte extra in Karten investiert, doch 100%ig zufrieden bin ich mit meinen Karten und den daraus resultierenden Möglichkeiten noch nicht. Allerdings hab ich es auch nicht eilig alles zu bekommen. Noch hab ich genug im Singelplayer zu tun und auch im Koop zu zweit oder viert wartet noch so einiges. Allerdings wird es garantiert genug Spieler geben die für genug Umsatz sorgen, so dass auch in Zukunft noch weitere Inhalte für das Spiel erscheinen werden. Auch neue Karten sind ziemlich sicher, da jetzt schon von ‚Editionen‘ bei den Boostern gesprochen wird.

Einen etwas merkwürdigen Beigeschmack hinterlässt das ganze System jedoch. Auch wenn das Spiel Spass macht, sind die eventuellen hohen Langzeitkosten auch irgendwo abschreckend.

 

Afro Samurai

Eines der auf Konsolen relativ beliebten Ninja Spiele. Der Held kämpft sich meist recht blutig durch Gegnermassen um am Ende den großen Oberbösewicht gegenüber zu stehen. Vieles läuft hier genauso, aber es sind die kleinen Unterschiede die das besondere an Afro Samurai ausmachen.

Basierend auf einer 5 teiligen Animeserie (in Amerika ist schon eine 2. Serie erschienen) ist die Geschichte des Spiel und auch der Serie schnell erklärt. Es geht um 2 Stirnbänder, die Nummer 1 und die Nummer 2. Der Träger der Nummer 1 gilt als stärkster Kämpfer der Welt, darf aber nur vom Träger der Nummer 2 herrausgefordert werden. Die Nummer 2 darf von jedem herrausgefordert werden. Die Story beginnt im Kindesalter des späteren Helden. Sein Vater ist der Träger der Nummer 1 und wird vom Schurken ‚Justice‘ getötet. Daraufhin schwört der kleine Afro Samurai Rache und einige Jahre später findet man sich auf diesem Rachefeldzug in dem Spiel wieder. So gilt es zuerst den Träger der Nummer 2 zu finden und zu besiegen um sich dann dem eigentlichen Feind zu widmen.

Da brauch man nichts schönreden, das ganze gab es schon öfters, einen Innovationspreis gewinnt mit der Story niemand, aber das ganze bietet noch mehr. Zum einen ist der Held nicht der typische Asiate, sondern ein kiffender Schwarzer (der Name lässt es ja schon vermuten) und um außerdem das ganze auf die Spitze zu treiben wird der Held im Spiel und der Serie von Samuel L. Jackson gesprochen. Auch die Nebenrollen sind mit bekannten Stimmen besetzt. Der Soundtrack wurde von der bekannten Hip Hop Größe RZA eingespielt, der auch schon bei dem Film Ghostdog sein Händchen für das Thema bewiesen hat. Man muss Hip Hop nicht mögen, aber die Kombination der Musik und der Sprecher sorgen für eine sehr gute atmosphärische dichte.

Doch zum eigentlichen Spiel. Der Held kämpft sich also durch die Gegnermassen um irgendwann den eigenen Vater rächen zu können. Das ganze geht auch ziemlich blutig zur Sache. Wobei der Comicstil dem ganzen einiges an Härte nimmt. Für Kinderhände ist es aber dennoch nichts. Und so ist es nicht verwunderlich, das es nicht in Deutschland erschienen ist.

Besonders gefällt mir, das es im Spiel keinerlei Anzeigen gibt. Kein Lebenbalken, kein Kompass und keine Energie, der komplette Bildschrim wird für die Präsentation verwendet. Verlust von Lebensernergie wird durch leichte rötliche Färbung der Kleidung dargestellt. Das ganze funktioniert wunderbar und kein hektischer Blick auf einen Balken lenkt von den Kämpfen ab. Auch die Fokusenergie, wird für Zeitlupenattacken benötigt, kommt ohne lästige Balken aus.

Das ganze ist natürlich nicht neu. Schon in Dead Space wurde auf sämtliche Anzeigen verzichtet. Doch mir persönlich gefällt die Art der Darstellung bei Afro Samurai noch einen Tick besser als bei dem Horror Shooter.

Auch Genretypisch ist das Repertoire des Helden. Unzählige Kombos aus Schwertschlägen, Tritten und auch einigen Würfen stehen zur Verfügung und werden im späteren Spielverlauf auch nötig um mit den immer widerstandsfähigeren Gegnern fertig zu werden. Auch gekonnten Einsatz der Zeitlupe ist vor allem in Bosskämpfen unumgänglich. Das macht das Spiel etwas anspruchsvoller, ohne so unfair zu werden wie ein Ninja Gaiden 2 zum Beispiel.

Ein anscheinend großes Problem bei all diesen Spielen scheint wohl die Kamera zu sein. Auch hier würde großer Verbesserungsbedarf bestehen. Oft genug ist man mit nachjustieren beschäftigt während die Gegner einem das Leben schwer machen.

Doch trotzdem spielt sich das ganze sehr flüssig. Die Kombos gehen sehr gut von der Hand. Atmosphäre ist wie schon gesagt sehr gut und da lässt sich auch mit der mäßigen Kamera leben. Auch die in anderen Spielen teilweise nervigen Sprung- und Geschicklichkeitseinlagen gehen locker von der Hand. Mit einem dazu ein fast zu fairem Checkpointsystem bietet das Spiel wenig Frustmomente, sondern einige Stunden an guter Unterhaltung.

 

Doch gibt es einen Gewinner im ‚Duell‘ der beiden Spiele? Nein. Afro Samurai bietet klasse Konsolenaktion mit super Atmosphäre. Battleforge steht im Singleplayer etwas schwächer da, doch punktet mit Multiplayer und zukünftigen Erweiterungen definitiv mehr Langzeitmotivation. Und wirklich vergleichen lassen sich die beiden eh nicht und so wechsel ich auch munter zwischen beiden Spielen… doch werd ich sicherlich noch Battleforge spielen wenn der Samurai erledigt ist.

Quests, Grind und was uns antreibt

Posted in Gaming allgemein with tags , , , , , on März 29, 2009 by maehman

Durch die Golem News vom 27.03.2009:
World of Warcraft: 16.641.209 Quests pro Tag trotz Fehlern hab ich mal über die Levelsysteme in den ganzen MMOs und ihre Besonderheiten nachgedacht.

Natürlich versuchen uns die Entwickler möglichst motiviert von den Startgebieten bis ins Endlevel zu führen. Dabei kann man natürlich verschiedene Wege gehen. Eigentlich alle MMOs haben gemein, das die meist hübschen Startgebiete als Tutorial dienen um uns auf die große, weite und gefährliche Welt vorzubereiten. Doch damit geht die Reise erst los und die Qual oder Freude wird dem Spieler erst langsam bewusst.

Aus dem Golem Artikel geht hervor, dass die Spieler einfache und schnell zu erledigende Quests bevorzugen. Keine ewig langen Questreihen, nicht das Inventar mit unzähligen Questitems vollstopfen und keine langen Questtexte. Das alles sind ja sehr praktische Gesichtspunkte und passen in unsere schnelllebige und ‚einfache’ MMO-Welt heutzutage. Leider geht dabei der Storyaspekt meist komplett verloren. Verständlich, das Spiel geht erst im Endgame los, alles dahin ist nur Mittel zum Zweck, doch was nützt es, wenn der Weg so lang und eintönig ist, das man keine Lust mehr hat das Ziel zu erreichen?

Ein Großteil der Quests, egal ob kurze Einzelquests oder Lange Reihen beschränken sich auf die üblichen suchen, sammeln und töten Quests. Da Alternativen zu finden ist auch schwierig. Also ziehen wir von Quest zu Quest und Gebiet zu Gebiet um möglichst effektiv Erfahrung zu sammeln.

World of Warcraft folgt nun sehr genau dieser Vorlage. Bei Warhammer gibt’s noch PvP bzw. RvR als Alternative und der PvE Teil wird durch die Öffentlichen Quests etwas aufgelockert. Doch gerade die ÖQs haben gerade langfristig ein Problem. Mangelnde Spielerzahlen. Das Warhammer massiv Spieler verliert ist kein Geheimnis und gerade die ÖQs leiden dabei im PVE Part am meisten. Kaum was los in den niedrigen Gebieten und im Endgame sind die ÖQs völlig überflüssig. XP braucht keiner mehr und auch die Items sind höchstens mittelmäßig (zumindest war es zu meiner aktiven Zeit so). Also bleibt es bei einer tollen Idee, die leider an den Spielern und ihrer Anzahl scheitert. Ich frage mich ja, ob Blizzard spätestens im nächsten Addon etwas Ähnliches einführen wird. Da sind die Spielerzahlen ja zumindest noch sehr rosig.

Die Quests in Everquest 2 sind identisch aufgebaut, doch ist der Story Anteil dort deutlich größer. Viele Questreihen begleiten den Spieler über längere Zeit und auch die dabei zu gewinnenden Belohnungen haben ihren Wert. So lassen sich aus den Waffen/Rüstungen der Erbequests (lange Questreihen mit Bezug auf Items aus EQ1) auch immer Trophäen für das eigene Haus machen.

Selbst ein PvP lastiges Darkfall arbeitet im PvE mit genau denselben Quests. Tötet dies, sammelt jenes… Doch ohne Level kann man sich die Quests auch sparen und gleich grinden. Einzig etwas Gold oder Items motivieren für Quests.

Die Quests in SWG unterscheiden sich hiervon auch nicht weiter. Doch liegt hier der Fokus für die erste Hälfte der Levelspirale auf hauptsächlich einer langen Questreihe. Die so genannte Legacy Quest. Diese Reihe führt einen von Planet zu Planet und erzählt dabei die Story des jungen Helden im Star Wars Universum. Dabei trifft man auf Helden, Bösewichte und Orte die man aus den Filmen kennt und weiss immer woran man ist. Daneben gibt es nur wenige typische Questgeber. Man folgt also einem ziemlich genau festgelegten Weg. Sollte es doch einmal im Level hapern, gibt es noch Terminal Missionen. Davon kann man täglich 10 Stück machen und man bekommt genug XP dabei um genau 1 Level aufzusteigen. Diese haben zwar nur eine sehr grobe Story und bieten keinerlei Überraschungen, doch sind auch schnell erledigt und helfen so ungemein beim leveln. Zumindest der erste Charakter lässt sich so sehr gut leveln und man kann sehr schön in die Story eintauchen. Auch wenn einen die Story nicht interessiert kommt man so schnell ans Ziel. Bei dem zweiten oder dritten Char könnte sich das ganze aber als sehr eintönig herausstellen, denn eine wirkliche Alternative bietet sich bei dem System nicht.
Ich bin selbst noch nicht soweit, aber nach dem Ende der Legacy Quest soll die Story über eher typischen Questgebern fortgeführt werden.

Auch in anderen MMOs bietet sich kein anderes Bild. Auf der Gegenseite stehen nur noch die puren Grinder. Stumpfes Monster kloppen bis zum umfallen. Zu recht in unseren Gefilden wenig beliebt und auch immer seltener. Das grinding kommt hier einfach nicht an. Doch bei dem gegenwärtigen Trend werden die Quests die wir haben so weit vereinfacht das der einzige Unterschied zum grinding ein kleiner Text ist, der uns sagt wieso.

Doch was wollen wir eigentlich? Wie oben erwähnt wollen die meisten einfache und schnelle Quests. Die typische Entwicklung wenn man sich den allgemeinen Trend der MMOs ansieht. Doch darin liegt halt auch die Gefahr das Story immer weniger Relevanz hat und das ganze zum Grind wird.

Ich behaupte, gerade die älteren (oder schon seit Jahren MMO Spieler) bevorzugen einen stärkeren Story Anteil. Sich einfach mal die Zeit nehmen und in die Welt eintauchen. Auch die Gruppe der Rollenspieler werden sicherlich diesen Weg bevorzugen. Auch ich bevorzuge eindeutig eher lange Questreihen, die einem die Story näher bringen. Aber der Anteil dieser Spieler geht wohl leider in der Masse unter. So bleibt uns nur abzuwarten, wohin die Entwickler mit den Spielen der Zukunft gehen. Die bisherigen Infos zum neuen Star Wars MMO lassen Grund zur Hoffnung, den dort sollen neue Wege abseits der üblichen Quests, hin zu einer erzählten Geschichte gegangen werden. Auch Jumpgate Evolution oder Star Trek Online könnten neue Wege eröffnen, allein durch das andere Setting. Also bleiben wir gespannt…

Offener Brief an Medien, Politik und Eltern zur “Killerspiel”-Debatte

Posted in Gaming allgemein with tags , , , , , , , , , , , , , , , , on März 22, 2009 by maehman

Ich habe diesen Text bei endoflevelboss gefunden. Ursprünglich stammt er von Die Gefühlskonserve. Da ich ja nun auch schon meinen Beitrag zum Thema hatte und mich die aktuelle Mediensituation tierisch nervt, beteilige auch ich mich an der Verbreitung von diesem Text. Dem Inhalt kann ich nur zustimmen. Also dann:
 

Den Fans von Videospielen geht es wie vielen anderen, die die Debatte, die in der Folge des Massenmords von Winnenden losgetreten wurde, verfolgen: sie sind fassungslos und verärgert. Fassungslos hinsichtlich des Leids, welches ein scheinbar ganz normaler Jugendlicher mit der Pistole seines Vaters angerichtet hat. Verärgert darüber, wie nun versucht wird, diese Wahnsinnstat unter anderem damit zu erklären, dass Videospiele Jugendliche zu Killern machten.

Neue Medien gelten als suspekt. Das ist nicht nur bei Videospielen oder dem Internet so, sondern galt früher auch fürs Fernsehen, Film, Micky-Maus-Hefte (die als Schmutz- und Schund verunglimpft wurden) und Büchern. Angeblich hat schon Goethes “Die Leiden des jungen Werther” reihenweise junge Männer in den Selbstmord getrieben.

Sind Menschen Pawlowsche Hunde?

Die Diskussion läuft dabei immer nach dem gleichen Muster ab: einem neuen Medium, das viele nur vom Hörensagen kennen, wird vorgeworfen, junge Menschen zu verblöden. Das Reiz-Reaktions-Muster welches dieser Argumentation zugrunde liegt, ist das von Pawlow. Sind Menschen wie Hunde, die auf ein Signal hin zu sabbern anfangen? Nein. Die psychologische Forschung hat die Annahme, menschliches Verhalten könne sich über plumpe Reiz-Reaktions-Schemata erklären lassen, schon vor Jahrzehnten widerlegt.

Wir Videospiel-Fans appellieren an Journalisten, sich mit Spielen und der Gesetzeslage, über die sie berichten, professionell auseinanderzusetzen. Kennen Sie den Unterschied zwischen ab 18 Jahren freigegebenen und indizierten Spielen? Wissen Sie ob World of Warcraft ein Egoshooter oder ein Online-Rollenspiel ist und ob Counterstrike nur Gewalt enthält oder Gewalt verherrlicht? In der Vergangenheit haben wir oft erlebt, dass Journalisten all das nicht wussten und mittels ausgesuchter Experteninterviews ihre eigenen Vorurteile gegenüber Videospielen bestätigten.

Journalistische Sorgfaltspflicht

Bei genauem Hinsehen werden Sie, verehrte Journalisten, feststellen, dass es eine breite Palette an Psychologen, Medienpädagogen und Erziehungswissenschaftlern gibt, die nicht durch die Talkshows tingelt, keine lauten Verbotsschreie von sich gibt, sondern zur Differenzierung auffordert. Die journalistische Sorgfaltspflicht gebietet Ihnen ihre Recherche vorurteilsfrei und ergebnisoffen zu gestalten und in Konflikten beide Seiten darzustellen. Berichten Sie über die Erkenntnisse der Medienforschung, statt pauschal vorzuverurteilen. Warum erwähnen Sie überhaupt , dass der Massenmörder von Winnenden auch Computerspiele auf seinem Rechner hatte, wenn nicht bewiesen wurde, dass ein direkter Zusammenhang zwischen Medieninhalten und Gewalttaten besteht?

Möglicherweise haben Sie das Gefühl, die negative Wirkung von Videospielen liege auf der Hand, weil viele jugendliche Attentäter gewalthaltige Games besaßen. Wenn sie annehmen, hier bestünde ein einwandfreier Kausalzusammenhang, dann ignorieren Sie, dass Millionen Menschen sich mit derartigen Medien beschäftigen und ein friedliches Leben führen. Die Schlussfolgerung, die Sie mit einem Satz wie “alle Attentäter beschäftigten sich mit Gewaltspielen” ihren Lesern/Hörern/Zuschauern aufnötigen, folgt der gleichen Pseudo-Kausalität, wie die Aussage “Alle Attentäter sahen gerne fern” oder “Alle Attentäter aßen gerne Kartoffeln”. Macht das Sinn, verehrte Journalisten?

Politikverdrossenheit durch Ignoranz und Populismus

Wir Videospiel-Fans appellieren an Politiker, reflexhafte Verbotsschreie nach Attentaten einzustellen. In Bierzelten mag das Applaus bringen, aber Sie machen sich bei den Millionen von wahlberechtigten Menschen, die sich besser mit Spielen auskennen als Sie, lächerlich.  Ihre Erklärungsversuche und Schuldzuweisungen strotzen vor Ignoranz und Populismus. Sie schüren so – gerade bei jungen Leuten – die Politikverdrossenheit und Sie treiben Menschen, die noch wählen gehen, zu anderen Parteien.

Aus unserem Leben sind Medien nicht mehr wegzudenken. Warum haben wir immer noch keine regelmäßige Medienerziehung in den Schulen? Warum wird so wenig für die Aufklärung von Eltern bezüglich Medienwirkungsweisen und Medieninhalten getan? Warum wird zugelassen, dass unser Schulsystem aussortiert und frustriert und so eine hohe Zahl von Schulversagern produziert? Wie kann es sein, dass die einzige Anerkennung, die einzigen Erfolgserlebnisse, die manche Jungs erfahren aus Videospielen kommt? Wir brauchen eine Kultur des Hinsehens und der Anerkennung in den Schulen und wir müssen uns bewusst werden, welche Verantwortung Eltern hinsichtlich des Medienkonsums ihrer Kinder haben. Hier sind Sie gefragt, verehrte Politiker.

Nachhaltige Politik nimmt die Eltern in die Pflicht

Wir haben eines der restriktivsten Jugendschutzgesetze der Welt in Deutschland und das ist auch gut so. Wenn dennoch Spiele, die nicht für Kinder bestimmt sind, von Kindern gespielt werden, woran liegt das dann? Eltern sind verantwortlich dafür, dass ihre Kinder gut ernährt, gekleidet, erzogen werden. Wenn sie ihre Kinder verwahrlosen lassen, ist das ein Fall fürs Jugendamt. Wenn aber Kinder stundenlang vorm Fernseher oder dem Computer sich mit Inhalten beschäftigen, die nicht für sie gemacht sind, wenn diese Kinder also medial verwahrlosen, wieso ignoriert man dann die Verantwortung der Eltern und ruft nach Verboten für Videospielen? Nachhaltige Politik, die nicht nur auf schnelle Aufmerksamkeit abzielt, schaut auf die Ursachen, nicht auf die Symptome und nimmt die Eltern in die Pflicht.

Wir Videospiel-Fans appellieren an Eltern sich mit ihren Kindern und den Medien, die sie begeistern, auseinander zusetzen. Wenn Sie ihren Kindern schon Fernseher, Spielkonsolen oder Computer ins Zimmer stellen, sollten sie auch wissen, was damit gemacht wird. Sie werden feststellen, dass viele Spiele wunderbare Geschichten erzählen, die begeistern und berühren. Sie werden feststellen, dass viele Spiele völlig friedlich sind. Sie werden feststellen, dass Spiele, in denen Gewalt vorkommt, Brutalität nicht um der Gewalt willen eingesetzt wird, sondern als Handlungsaspekt einer Geschichte oder im Rahmen eines sportlichen Wettkampfs mit Teamcharakter.

Wenn ihr Kind aber auch Spiele besitzt, die erst ab 18 freigegeben oder gar indiziert wurden, so passiert das maßgeblich deshalb, weil Sie als Vater oder Mutter keinen oder zu wenig Überblick haben, was Ihr Kind eigentlich macht. Schauen Sie hin, haben sie Interesse und haben Sie den Mut Ihren Kindern Spiele, die nicht für Kinder gemacht wurden, wegzunehmen und zu verbieten. Die Verantwortung für ihre Kinder kann ihnen niemand abnehmen, nicht der Gesetzgeber und kein Zensor.

Gewaltverherrlichende Spiele sind bereits verboten in Deutschland

Es gibt in Deutschland komplexe, mehrstufige Restriktionen für Gewaltinhalte. Komplett verboten ist schon lange die Verherrlichung oder Verharmlosung von Gewalt (§ 131 StGb). Spiele oder andere Medien, auf die das nicht zutrifft, die aber dennoch geeignet sind, Kinder- oder Jugendliche in ihrer Entwicklung zu gefährden, werden von der Bundesprüfstelle für Jugendgefährdende Medien indiziert (§ 18 JuSchG) und dürfen nicht beworben oder offen verkauft werden. Spielezeitschriften dürfen nicht mal Rezensionen mit den Namen von indizierten Spielen drucken. Zu kaufen sind sie nur für Erwachsene, die im Laden gezielt danach fragen, weil indizierte Spiele nicht offen in Geschäften ausliegen dürfen.

Spiele oder andere Medien, die nicht kinder- oder jugendgefährdend aber dennoch geeignet sind, Kinder- oder Jugendliche in ihrer Entwicklung zu beeinträchtigen, dürfen nicht für ihre Altersstufe freigegeben werden (§ 14 JuSchG). Sie werden je nach Inhalt von der USK, der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle, freigegeben ab 6, 12, 16 Jahren oder erhalten gar keine Jugendfreigabe (= Verkauf ab 18). Diese Spiele enthalten eine Kennzeichnung und dürfen normal beworben und in Geschäften präsentiert werden. Politiker, Journalisten oder andere, die fordern, gewaltverherrlichende Spiele müssten endlich verboten werden, verkennen, dass das schon der Fall ist (siehe oben).

Wir sind keine potentiellen Gewaltverbrecher oder Psychopathen

Bei einem Thema wie Jugendschutz und der Verhinderung von Gewalttaten ist es nicht nur wichtig, sondern absolut unerlässlich zu wissen, wovon man spricht. Da gibt es Leute, für die alleine schon der Verdacht, Videospiele könnten negative Einflüsse haben, genügt, um Verbote auszusprechen. Ob denen bewusst ist, dass sie damit die im Grundgesetz garantierte Meinungs- und Medienfreiheit mit Füßen treten, darf bezweifelt werden. Nur, was bringt es Spiele zu zensieren und zu verbieten, wenn der Nutzen dieser Restriktionen nicht erwiesen ist, sogar von den meisten Experten in Zweifel gezogen wird?

Wir Fans von Videospielen haben im Hinblick auf Games die Medienkompetenz, die vielen Journalisten, Politikern und leider auch Eltern abgeht. Viele von uns haben selbst Kinder, einige bloggen oder nutzen andere Web2.0-Techniken und nehmen so an der Debatte teil. Wir sind ganz normale Leute und wir sind viele. Wir wollen nicht mehr belogen und in die Nähe von Gewaltverbrechern und Psychopathen gerückt werden. Wir wünschen uns eine offene, auf Fakten basierende Diskussion. Hören Sie auf unsere Stimmen.

So zum Abschluss noch der Link zum Artikel der taz zum Thema vom 17.03.09. Link: Seite der taz.

Stand der Dinge III

Posted in Gaming allgemein with tags , , , , , on März 20, 2009 by maehman

Es ist wieder soweit. Einblicke in das, was mich in meiner kleinen Spielewelt so beschäftigt. So langsam kommt sogar die MMO Lust wieder. Wusste doch, das hält nicht lange an. Aber eins nach dem anderen.

The Orange Box

Half Life 2 inzwischen wieder durchgespielt. Momentan also an Episode 1 dran. Nebenbei ein bisschen Portal. Team Fortress lässt mich komplett kalt. Scheint auch nicht viel los zu sein auf XBoxLive. Zum Spiel hab ich schon einiges gesagt und es bleibt einfach ein großartiges Spiel.

 Osmos

Was ist das werden sich einige jetzt fragen. Dieses Bild stammt aus dem Spiel Osmos. Die Demo dazu ist erst seit einigen Tagen bei Steam erhältlich. Osmos stammt von den Independant Entwicklern Hemisphere Games und sie haben damit das Finale des 11. annual Independent Games Festival erreicht.

Man selber startet als relativ kleine Kugel (im Bild oben die helle Kugel) und muss solange kleinere Kugeln absorbieren, bis man die größte Kugel in dem Level ist. Das ganze erinnert an die erste Phase in Spore, nur ohne den ganzen DNA- und Aufrüstungskram. Dazu sehr entspannte Musik und jedes Level hat seine Besonderheiten, wie ein rotierendes Gravitationsfeld das alles anzieht. Das Spiel bemüht sich physikalisch korrekt abzulaufen. Bewegung kommt über den Ausstoß von Eigenmasse zustande. Je länger man die linke Maustaste (die einzige Taste die man zum spielen benötigt) drückt, desto mehr Masse stößt man aus und man bewegt sich auch schneller. Nur könnte man damit kleiner als die zu absorbierenden Kugeln werden. Das würde das Level dann beenden.

Osmos

Das ganze ist eine schöne Abwechslung zu den üblichen meist doch recht hektischen Games. Dazu wirklich klasse Musik und Entspannungs-Gaming kommt in neue Dimensionen.

Allgemein find ich die momentan starke Entwicklung der Independant Games sehr positiv. Ich denke da kommen einige großartige Ideen in nächster Zukunft aus uns zu.

 

Und ‚last but not least‘ der MMO Rückfall. Zum einen bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass Darkfall momentan einfach nicht das ist, was ich gerade will. Der Funke will für mich persönlich einfach nicht überspringen. Also erstmal ruhen lassen und vielleicht in ein paar Monaten nochmal reinschauen. Doch wer hat momentan den Zuschlag erhalten? Doch EQ2, wieder WAR, EvE, Runes of Magic oder was ganz anderes?

EvE fängt zwar wieder an seinen Reiz auf mich auszuüben, aber ich stehe mit meinem Hauptchar momentan etwas ungünstig da. Und die Arbeit das zu richten wird mir momentan zu viel.

Runes of Magic hat einfach den F2P / Itemshop Charakter und fällt für mich quasi raus. Konnte mich nie damit anfreunden.

Bei WAR seh ich auch noch keinen Grund wieder anzufangen. Auch wenn es wohl viele Verbesserungen momentan gibt, sind die Hauptprobleme die mich zum Ausstieg bewegt haben nicht verschwunden. Nämlich keinerlei Abwechslung im Endgame. 3 Instanzen und ewig gleiche Eroberungen…

EQ2 ist nah dran. Zumindest was den Publisher angeht. Nach langem hin und her hab ich mich jetzt entschieden Star Wars Galaxies eine Chance zu geben.

Star Wars Galaxies

Ich hab das Spiel vor der ‚Verschlimmbesserung‘ nie erlebt und kann so völlig vorurteilsfrei an die Sache rangehen. Hab jetzt die letzten beiden Tage etwas in den weiten des Star Wars Universums (eigentlich nur Tatooine) verbracht und bis jetzt gefällts mir ganz gut dort. Klar gibts dort keine zig Millionen Spieler mehr, aber es scheint noch ausreichend Aktivität zu herrschen. Allerdings bin ich noch von der Fülle an Möglichkeiten in dem Spiel erschlagen. Da brauch ich wohl mindestens ne Woche oder 2 um mich vernünftig zurecht zu finden. Aber Hauptsache es macht Spass und das tut es erstmal. Und von meinem ersten Eindruck her gibt es dort auch genug zu tun um für einige Zeit Beschäftigung zu sorgen.

Ein Spiel aus der Vergangenheit und ein neuer Anfang

Posted in Gaming allgemein with tags , , , , on März 16, 2009 by maehman

Ich bin ja eigentlich nicht so der Typ Spieler der ein Game mehrmals durchspielt. Auch jetzt auf der 360 nicht für Achievments. Ich finds zwar irgendwo beeindruckend wenn Leute jedem neuen Gamerscore hinterherjagen, aber der Spielspass sollte doch an erster Stelle bleiben und bei mir wäre es definitiv nicht so. Aber zum eigentlichen Thema. Wie so viele hab ich damals Ende 2004 Half Life 2 gespielt und Jahre vorher auch den 1. Teil. Jetzt Anfang 2009, also gute 4 Jahre später spiele ich schon wieder Half Life 2. Doch warum? Ich muss zugeben, auch wenn ich damals großen Spass mit HL2 hatte sind die beiden Episoden ziemlich unbeachtet an mir vorbeigegangen. Nun stellte ich letztens auf Amazon UK fest, dass dort die Orange Box für die 360 nur umgerechnet 15 Euro kostet. Also hab ich zugeschlagen und um wieder richtig in die Story zu kommen wird nun erstmal das Originalspiel erneut beendet bevor es an Episode 1 und 2 geht. Portal ist natürlich eine sehr schöne dreingabe und TF2 lässt micht ziemlich kalt, aber das ganze war eins dieser Angebote wo ich zuschlagen musste.

Die Begeisterung für das Spiel ist zumindest wieder da. Auch jetzt im Jahre 2009 weist das Spiel einige aktuelle Vertreter des Genres deutlich in die Schranken. So hab ich nun das Nova Prospect Gefängnis hinter mir gelassen und kämpfe mich grad durch City 17. Auch wenn viele Erinnerungen verblasst sind von damals denkt man doch immer wieder ‚Achja, das war schon beeindruckend damals.‘ Also Retro zählt das ganze wohl nicht, aber faszinierend ist es immer wieder auch mal in nur etwas ältere Titel reinzuschauen.

Doch Half Life 2 war nicht nur die damals lang erwartet Fortsetzung des großartigen ersten Teils, sondern auch der Begin der Ära Steam. Und was gab es damals für einen Aufschrei in der Gemeinde der PC Spieler und dies auch zurecht. Verfügten zwar auch damals schon viele und heute noch deutlich mehr Spieler über eine Breitbandinternetverbindung, so war das ganze doch nicht ganz sauber. So handelten sich Valve und Vivendi auch eine Abmahnung durch den Dachverband der Verbraucherzentrale in, da das zwingende vorhandensein einer Internetverbindung und eines Steam Kontos nicht deutlich genug auf der Packung stand. Auch Probleme mit den AGBs und der Bindung des Spiels an einen Account sorgten für Probleme, die letztlich alle mehr oder weniger gelöst werden konnten.

Und heute ist für viele Spieler Steam fast nicht mehr wegzudenken. Klar ist Steam auch eine verdammt praktische Sache. Man braucht keine lästigen CDs/DVDs mehr zu suchen, einfach ein paar Mausklicks und das Spiel installiert sich über das Internet. Patches werden auch automatisch über Steam verteilt, also eine durchaus komfortable Lösung. Dazu einige Social Funktionen um das spielen mit Freunden zu vereinfachen. Auch die regelmäßigen Weekend Deals haben einen großen Einfluss und dort lassen sich teilweise großartige Schnäppchen machen. Dagegen steht ein ganz großes Problem, denn bei Steam erwirbt man beim Onlinekauf nur ein Nutzungsrecht an der Software. Sollte einem mal der Account gesperrt werden sind auch sämtliche damit verknüpften Spiele dahin. Auch was bei einem eventuellen Ende von Steam passiert ist fraglich. Aber solange es läuft ist es schon eine nette Sache. Gerade für Independant Entwickler sind Onlinevertriebsplatformen wie Steam eine großartige Sache. 2D Boy mit ihrem Titel World of Goo sind da ein sehr schönes Beispiel. Ohne genaue Zahlen zu kennen, denke ich der kürzliche Weekend Deal für das Spiel hat doch einen ganzen Haufen an neue Spieler gebracht. Ich gehöre zumindest dazu. In Deutschland haben wir natürlich noch ein ganz eigenes Problem, denn oft gibt es hier nur die zensierte Version von Spielen. In dem Fall sollte man wohl weiterhin zur Importbox greifen.

Das es auch anders geht zeigt Stardock mit Impulse. Da erwirbt man tatsächlich die komplette Software und die Spiele laufen auch ohne einen Client im Hintergrund. Das bei Fans äußerst beliebte Galactic Civilisations 1 und 2 oder Sins of a Solar Empire sind Beispiele hierfür.

Einen schönen Vergleich über verschiedene Online Vertriebsplatformen findet sich bei Polyneux im großen Download-Portal Vergleich.

Was das Thema Half Life angeht wird die Story sicher noch weitergehen. So war die Episode 3 zwar ursprünglich für das Frühjahr 2009 angekündigt, doch wie so oft in der Branche verspätet sich das ganze, auf wann ist mal wieder unbekannt. Doch weitergehen wird die Story um den kämpfenden Wissenschaftler Gordon Freeman auf jeden Fall. Vielleicht diesmal auch zeitnah auf meinem Monitor.