Sacred 2 – XBox Ersteindruck

Nachdem sich meine Befürchtung, dass mein Postbote ne faule Sau ist zu viele Kunden hat, bestätigt hat, konnte ich am Freitagabend kurz bevor die Post Feierabend macht mein Paket mit der Sacred 2 Collectors Edition endlich abholen.

Sacred 2 CE

Zuerstmal das bild trügt, die Seraphim Miniatur ist deutlich kleiner, so ca 8cm sag ich jetzt mal. Lackierung ist ok, was aber stört ist das billige Plastik das verwendet wurde. Gerade bei den dünnen Teilen wie dem Schwert (welches als Einzelteil in der Hand steckt und somit drehbar ist) und bei den Flügeln können  durch den Transport Verformungen auftreten, die sich nur schwer wieder begradigen lassen. Ansonsten gibts noch eine Soundtrack CD (noch nicht reingehört) und den ersten Teil des Hörbuchs zu dem Sacred 2 Roman ‚Der Schattenkrieger‘. Was ich davon bis jetzt gehört habe, ist ganz ordentlich. Ich konnte mich bis jetzt aber nie so ganz mit Hörbüchern anfreunden. Außerdem gibt es noch ein Artbook und eine Karte der Spielwelt mit einem Poster auf der Rückseite.

Soweit so gut. Der Inhalt ist in der Menge ja ganz ordentlich, auch wenn zumindest im Bereich der Figur die Qualität relativ bescheiden ist. Aber im ganzen war es mir die Collectors Edition wert.

Das Spiel selber hinterlässt nach dem ersten anspielen einen relativ guten Eindruck. Natürlich ist es kein Diablo, aber das sollte einem von Anfang an klar sein. Die Charaktererstellung ist relativ simpel, außer Frisur und Haarfarbe bei weiblichen Charakteren gibt es keine weiteren Individualisierungsmöglichkeiten. Zur Auswahl gibt es 6 verschiedene Klassen: Seraphim, Schattenkrieger, Hochelfe, Dryade, Inquisitor und Tempelwächter. Hierbei sind die im Genre üblichen Archetypen wie Krieger, Magier und Fernkämpfer also vertreten. Aber ich erzähl hier ja eigentlich nix neues, schliesslich ist die PC Version schon eine ganze Weile erhältlich.

Das Spiel macht mir soweit auf jeden Fall Spass. Man hat schnell die ersten Erfolge und die ersten Stufenanstiege machen sich im Kampf bemerkbar. So muss es sein. Auch die ersten magischen Items finden schnell ihren Weg in das Inventar. Sollte man einmal etwas tolles für eine andere Klasse finden ist der Ärger auch nicht ganz so groß, den die Lagertruhe gilt für sämtliche Charaktere, ein sehr nettes Feature wie ich finde.

Viel Zeit habe ich noch nicht im Spiel verbringen können, doch ein recht großes Manko ist mir aufgefallen – die Kamereaführung. Zwar ist die Kamera frei drehbar, doch der Zoom ist aus meiner Sicht etwas unglücklich gelöst. Die Kamerasteuerung funktioniert mittels des rechten Analogsticks auf dem Kontroller. Bewegt man diesen nach unten zoomt die Kamera heraus, allerdings in einem Bogen nach oben bis fast zu einer direkten Draufsicht. So hat man also die Wahl zwischen einer eher suboptimalen quasi Schulterperspektive und einer genauso suboptimalen Draufsicht. Beides nicht wirklich toll und auch alles dazwischen sagt mir nicht wirklich zu. Vielleicht bin ich auch zu sehr MMO verwöhnt, aber so wirklich übersichtlich ist beides nicht. Lässt sich auch schwierig anschaulich in Worten beschreiben, aber es fehlt halt die Übersicht. Gerade in Dungeons und auch später wenn auch mal viele Gegner zu bekämpfen sind, könnte das problematisch werden.

Das mit der Kamera ist wirklich Schade, den die Landschaften sind soweit sehr schön gemacht und es gibt viel zu entdecken. Die Hauptstory wird in Texten, vertont von guten Sprechern, erzählt. Nebenquests werden wortlos präsentiert, da geht leider viel Atmosphäre verloren. An Videos gibt es bis auf Intro und Ende nichts.

Auch die Steuerung, wenn auch im ersten Moment ungewohnt, geht sehr schnell leicht von der Hand. Aktionen können doppelt (Umschaltung per rechten Trigger) auf die 4 Tasten gelegt werden. Das Digipad steht zusätzlich für Tränke und die Götterfähigkeit zur Verfügung. Die Menüs erfordern auch etwas Eingewöhnung, sind aber zu beherrschen.

Alles in allem gefällt mir das Spiel und wenn mir nix anderes dazwischen kommt (nächstes Wochenende kommt FUEL und Tales of Vesperia…) werde ich noch einige Zeit in der magischen Welt Ancaria verbringen, nur die Kamera ist etwas nervig. Dennoch halte ich Sacred 2 für eine gelungene Konsolenumsetzung.

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3 Antworten to “Sacred 2 – XBox Ersteindruck”

  1. rupickman Says:

    Kurze Frage zum Multiplayer: Kann man in der Kampagne On- und offline kombinieren, d.h. z.B. zu zweit vor der Konsole und ein dritter per Xbox Live?

    • maehman Says:

      Hab mich mit dem Multiplayer noch gar nicht beschäftigt. Werd wenn ich heute Abend die Zeit finden mal zu zweit vor einer Konsole testen, das sich ein dritter über Live verbindet sollte dann das kleinste Problem sein.

  2. Sehr fein… ich hab es mir auf der Insel gekauft und muss leider bis nächste Woche warten, freue mich nach Deinem Beitrag aber auf ein paar nette Stunden.

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