Archiv für Juni, 2009

Willkommen im Mittelalter

Posted in Sonstiges with tags , , , , , , , on Juni 19, 2009 by maehman

stop_zensur

 

Erstellt von Asak. Muss man ja nix weiter zu sagen.

FUEL – XBox Ersteindruck

Posted in Xbox 360 with tags , , , on Juni 6, 2009 by maehman

Es ist Zeit wieder die Motoren aufheulen zu lassen. Pünktlich nach dem aufstehen stand der Postbote vor der Tür und drückte mir das Amazon Paket mit neuem Futter in die Hand.

FUEL

Also rein in die Box und los gehts. Was zuerst auffällt, die Ladezeiten sind relativ lang aber gerade noch zu verschmerzen. Man startet in einem der vielen Camps auf der Karte und hat die Auswahl zwischen Karriere, Herrausforderung oder Freeride. 

Bei Karriere geht es um Rennen in den verschiedenen Gefährten. Die Palette an Fahrzeugen fällt recht groß aus. Motorräder, Quads, Buggies und Musclecars in verschiedenen Varianten stehen am Anfang zur Auswahl. Weitere Fahrzeuge können im Spielverlauf gekauft werden. Jedes Rennen ist in 3 Schwierigkeitsgraden verfügbar und somit fällt die Belohnung auch unterschiedlich aus. Und da das ganze Setting schon nicht zimperlich daher kommt zählt nur der erste Platz und sonst nichts. Für Siege gibt es dann FUEL, die Währung im gleichnamigen Spiel.

Bei den Herrausforderungen gibt es verschiedene Ziele zu erfüllen um sich FUEL zu verdienen. Aber eines ist klar, nur der erste Platz wird belohnt und Straßen sind nur als grobe Hinweise zu verstehen.

Als letztes steht noch jederzeit der Freeride-Modus zur Verfügung, dort kann man mit einem beliebigen Fahrzeug aus dem eigenen Fuhrpark die riesige (14.000km²) Welt erkunden. Diese basiert auf echten Satellitendaten des nordamerikansichen Kontinents. Dabei gibt es nicht nur die Landschaft zu bestaunen, die wenn auch recht leer, ziemlich beeindruckend ausfällt. Auch weitere Rennen, Fahrzeugdesigns, Aussichtspunkte und mehr gibt es dort zu entdecken. Doch keine Panik, man wird nicht gleich mit der gesamten Größe erschlagen. Die Welt ist in mehrere Zonen unterteilt, die nach und nach freigespielt werden. Jede Zone hat dann ein Camp, das als Ausgangspunkt für weitere Entdeckungen und Rennen dient. Für die bequemen unter uns gibt es die Möglichkeit jederzeit per Knopfdruck zu den Camps zu reisen. Zusätzlich gibt es Hubschrauberlandeplätze zu entdecken die ein schnelles Reisen zwischen diesen Punkten ermöglichen. Das ist auch nötig, denn die Welt ist wirklich groß. Nach meinen ersten, nur kurzen Freeride Ausflügen würde ich schätzen man braucht von einem Camp zum nächsten bestimmt 45 bis 60 Minuten.

Grafisch macht das Spiel schon einges her. Die Landschaft sieht gut aus, auch wenn auf Entfernung die Details natürlich abnehmen. Auch Kleinigkeiten wie Verschmutzungen an den Fahrzeugen wirken sich positiv auf die Atmosphäre aus, genau so wie die Wettereffekte und der Tag- und Nachtwechsel. Ein Tornado ist mit leider noch nicht begegnet… Mir persönlich sind bis jetzt keine Probleme aufgefallen, allerdings habe ich von anderen gehört, dass es teilweise Tearingprobleme und Pop-Ups geben soll.

Die Musik ist sehr rockig. Passt zum Setting, wobei mir bis jetzt noch keine richtigen Knaller dabei aufgefallen sind. Allerdings kann man ja auch eigene Musik auf der Box streamen, was auch vom Spiel unterstützt wird. Auch die Fahrzeuge unterscheiden sich im Sound. Soweit also alles Ok an der Soundfront.

Die Steuerung, wenn es bei Rennspielen auf etwas ankommt, dann auf die Steuerung. Das ganze ist natürlich ein Arcade Racer. Wer hier eine Off-Road Simulation sucht, kann wohl lange mit der erfolglosen Suche verbringen. Nach meinem Geschmack haben die Entwickler das ganze Off-Road Fahrgefühl etwas übertrieben. Alles einen Tick zu rutschig, so dass scharfe Kurven an Abgründen öfter mal am Boden der selben Enden. Das ganze endet dann etweder mit einem Totalschaden oder man kann sich per Knopfdruck wieder auf die Straße setzen lassen. Das kann man übrigens jederzeit, falls man mal komplett vom Kurs abgekommen ist. Motorräder lassen sich gerade zu Begin noch am besten steuern. Allerdings trübt die Steuerung trotzdem nicht den Spass beim heizen quer druch die Landschaft.

Nach meinen ersten Runden kann ich also sagen, das ganze macht auf jeden Fall jede Menge Laune. Kleine Macken bei der Steuerung und die halt relativ leblose Welt stehen auf der negativ Seite, wogegen eine große Auswahl an Fahrzeugen und eine riesige schön designte Welt stehen.

Sacred 2 – XBox Ersteindruck

Posted in Xbox 360 with tags , , , , on Juni 1, 2009 by maehman

Nachdem sich meine Befürchtung, dass mein Postbote ne faule Sau ist zu viele Kunden hat, bestätigt hat, konnte ich am Freitagabend kurz bevor die Post Feierabend macht mein Paket mit der Sacred 2 Collectors Edition endlich abholen.

Sacred 2 CE

Zuerstmal das bild trügt, die Seraphim Miniatur ist deutlich kleiner, so ca 8cm sag ich jetzt mal. Lackierung ist ok, was aber stört ist das billige Plastik das verwendet wurde. Gerade bei den dünnen Teilen wie dem Schwert (welches als Einzelteil in der Hand steckt und somit drehbar ist) und bei den Flügeln können  durch den Transport Verformungen auftreten, die sich nur schwer wieder begradigen lassen. Ansonsten gibts noch eine Soundtrack CD (noch nicht reingehört) und den ersten Teil des Hörbuchs zu dem Sacred 2 Roman ‚Der Schattenkrieger‘. Was ich davon bis jetzt gehört habe, ist ganz ordentlich. Ich konnte mich bis jetzt aber nie so ganz mit Hörbüchern anfreunden. Außerdem gibt es noch ein Artbook und eine Karte der Spielwelt mit einem Poster auf der Rückseite.

Soweit so gut. Der Inhalt ist in der Menge ja ganz ordentlich, auch wenn zumindest im Bereich der Figur die Qualität relativ bescheiden ist. Aber im ganzen war es mir die Collectors Edition wert.

Das Spiel selber hinterlässt nach dem ersten anspielen einen relativ guten Eindruck. Natürlich ist es kein Diablo, aber das sollte einem von Anfang an klar sein. Die Charaktererstellung ist relativ simpel, außer Frisur und Haarfarbe bei weiblichen Charakteren gibt es keine weiteren Individualisierungsmöglichkeiten. Zur Auswahl gibt es 6 verschiedene Klassen: Seraphim, Schattenkrieger, Hochelfe, Dryade, Inquisitor und Tempelwächter. Hierbei sind die im Genre üblichen Archetypen wie Krieger, Magier und Fernkämpfer also vertreten. Aber ich erzähl hier ja eigentlich nix neues, schliesslich ist die PC Version schon eine ganze Weile erhältlich.

Das Spiel macht mir soweit auf jeden Fall Spass. Man hat schnell die ersten Erfolge und die ersten Stufenanstiege machen sich im Kampf bemerkbar. So muss es sein. Auch die ersten magischen Items finden schnell ihren Weg in das Inventar. Sollte man einmal etwas tolles für eine andere Klasse finden ist der Ärger auch nicht ganz so groß, den die Lagertruhe gilt für sämtliche Charaktere, ein sehr nettes Feature wie ich finde.

Viel Zeit habe ich noch nicht im Spiel verbringen können, doch ein recht großes Manko ist mir aufgefallen – die Kamereaführung. Zwar ist die Kamera frei drehbar, doch der Zoom ist aus meiner Sicht etwas unglücklich gelöst. Die Kamerasteuerung funktioniert mittels des rechten Analogsticks auf dem Kontroller. Bewegt man diesen nach unten zoomt die Kamera heraus, allerdings in einem Bogen nach oben bis fast zu einer direkten Draufsicht. So hat man also die Wahl zwischen einer eher suboptimalen quasi Schulterperspektive und einer genauso suboptimalen Draufsicht. Beides nicht wirklich toll und auch alles dazwischen sagt mir nicht wirklich zu. Vielleicht bin ich auch zu sehr MMO verwöhnt, aber so wirklich übersichtlich ist beides nicht. Lässt sich auch schwierig anschaulich in Worten beschreiben, aber es fehlt halt die Übersicht. Gerade in Dungeons und auch später wenn auch mal viele Gegner zu bekämpfen sind, könnte das problematisch werden.

Das mit der Kamera ist wirklich Schade, den die Landschaften sind soweit sehr schön gemacht und es gibt viel zu entdecken. Die Hauptstory wird in Texten, vertont von guten Sprechern, erzählt. Nebenquests werden wortlos präsentiert, da geht leider viel Atmosphäre verloren. An Videos gibt es bis auf Intro und Ende nichts.

Auch die Steuerung, wenn auch im ersten Moment ungewohnt, geht sehr schnell leicht von der Hand. Aktionen können doppelt (Umschaltung per rechten Trigger) auf die 4 Tasten gelegt werden. Das Digipad steht zusätzlich für Tränke und die Götterfähigkeit zur Verfügung. Die Menüs erfordern auch etwas Eingewöhnung, sind aber zu beherrschen.

Alles in allem gefällt mir das Spiel und wenn mir nix anderes dazwischen kommt (nächstes Wochenende kommt FUEL und Tales of Vesperia…) werde ich noch einige Zeit in der magischen Welt Ancaria verbringen, nur die Kamera ist etwas nervig. Dennoch halte ich Sacred 2 für eine gelungene Konsolenumsetzung.