Archiv für März, 2009

Quests, Grind und was uns antreibt

Posted in Gaming allgemein with tags , , , , , on März 29, 2009 by maehman

Durch die Golem News vom 27.03.2009:
World of Warcraft: 16.641.209 Quests pro Tag trotz Fehlern hab ich mal über die Levelsysteme in den ganzen MMOs und ihre Besonderheiten nachgedacht.

Natürlich versuchen uns die Entwickler möglichst motiviert von den Startgebieten bis ins Endlevel zu führen. Dabei kann man natürlich verschiedene Wege gehen. Eigentlich alle MMOs haben gemein, das die meist hübschen Startgebiete als Tutorial dienen um uns auf die große, weite und gefährliche Welt vorzubereiten. Doch damit geht die Reise erst los und die Qual oder Freude wird dem Spieler erst langsam bewusst.

Aus dem Golem Artikel geht hervor, dass die Spieler einfache und schnell zu erledigende Quests bevorzugen. Keine ewig langen Questreihen, nicht das Inventar mit unzähligen Questitems vollstopfen und keine langen Questtexte. Das alles sind ja sehr praktische Gesichtspunkte und passen in unsere schnelllebige und ‚einfache’ MMO-Welt heutzutage. Leider geht dabei der Storyaspekt meist komplett verloren. Verständlich, das Spiel geht erst im Endgame los, alles dahin ist nur Mittel zum Zweck, doch was nützt es, wenn der Weg so lang und eintönig ist, das man keine Lust mehr hat das Ziel zu erreichen?

Ein Großteil der Quests, egal ob kurze Einzelquests oder Lange Reihen beschränken sich auf die üblichen suchen, sammeln und töten Quests. Da Alternativen zu finden ist auch schwierig. Also ziehen wir von Quest zu Quest und Gebiet zu Gebiet um möglichst effektiv Erfahrung zu sammeln.

World of Warcraft folgt nun sehr genau dieser Vorlage. Bei Warhammer gibt’s noch PvP bzw. RvR als Alternative und der PvE Teil wird durch die Öffentlichen Quests etwas aufgelockert. Doch gerade die ÖQs haben gerade langfristig ein Problem. Mangelnde Spielerzahlen. Das Warhammer massiv Spieler verliert ist kein Geheimnis und gerade die ÖQs leiden dabei im PVE Part am meisten. Kaum was los in den niedrigen Gebieten und im Endgame sind die ÖQs völlig überflüssig. XP braucht keiner mehr und auch die Items sind höchstens mittelmäßig (zumindest war es zu meiner aktiven Zeit so). Also bleibt es bei einer tollen Idee, die leider an den Spielern und ihrer Anzahl scheitert. Ich frage mich ja, ob Blizzard spätestens im nächsten Addon etwas Ähnliches einführen wird. Da sind die Spielerzahlen ja zumindest noch sehr rosig.

Die Quests in Everquest 2 sind identisch aufgebaut, doch ist der Story Anteil dort deutlich größer. Viele Questreihen begleiten den Spieler über längere Zeit und auch die dabei zu gewinnenden Belohnungen haben ihren Wert. So lassen sich aus den Waffen/Rüstungen der Erbequests (lange Questreihen mit Bezug auf Items aus EQ1) auch immer Trophäen für das eigene Haus machen.

Selbst ein PvP lastiges Darkfall arbeitet im PvE mit genau denselben Quests. Tötet dies, sammelt jenes… Doch ohne Level kann man sich die Quests auch sparen und gleich grinden. Einzig etwas Gold oder Items motivieren für Quests.

Die Quests in SWG unterscheiden sich hiervon auch nicht weiter. Doch liegt hier der Fokus für die erste Hälfte der Levelspirale auf hauptsächlich einer langen Questreihe. Die so genannte Legacy Quest. Diese Reihe führt einen von Planet zu Planet und erzählt dabei die Story des jungen Helden im Star Wars Universum. Dabei trifft man auf Helden, Bösewichte und Orte die man aus den Filmen kennt und weiss immer woran man ist. Daneben gibt es nur wenige typische Questgeber. Man folgt also einem ziemlich genau festgelegten Weg. Sollte es doch einmal im Level hapern, gibt es noch Terminal Missionen. Davon kann man täglich 10 Stück machen und man bekommt genug XP dabei um genau 1 Level aufzusteigen. Diese haben zwar nur eine sehr grobe Story und bieten keinerlei Überraschungen, doch sind auch schnell erledigt und helfen so ungemein beim leveln. Zumindest der erste Charakter lässt sich so sehr gut leveln und man kann sehr schön in die Story eintauchen. Auch wenn einen die Story nicht interessiert kommt man so schnell ans Ziel. Bei dem zweiten oder dritten Char könnte sich das ganze aber als sehr eintönig herausstellen, denn eine wirkliche Alternative bietet sich bei dem System nicht.
Ich bin selbst noch nicht soweit, aber nach dem Ende der Legacy Quest soll die Story über eher typischen Questgebern fortgeführt werden.

Auch in anderen MMOs bietet sich kein anderes Bild. Auf der Gegenseite stehen nur noch die puren Grinder. Stumpfes Monster kloppen bis zum umfallen. Zu recht in unseren Gefilden wenig beliebt und auch immer seltener. Das grinding kommt hier einfach nicht an. Doch bei dem gegenwärtigen Trend werden die Quests die wir haben so weit vereinfacht das der einzige Unterschied zum grinding ein kleiner Text ist, der uns sagt wieso.

Doch was wollen wir eigentlich? Wie oben erwähnt wollen die meisten einfache und schnelle Quests. Die typische Entwicklung wenn man sich den allgemeinen Trend der MMOs ansieht. Doch darin liegt halt auch die Gefahr das Story immer weniger Relevanz hat und das ganze zum Grind wird.

Ich behaupte, gerade die älteren (oder schon seit Jahren MMO Spieler) bevorzugen einen stärkeren Story Anteil. Sich einfach mal die Zeit nehmen und in die Welt eintauchen. Auch die Gruppe der Rollenspieler werden sicherlich diesen Weg bevorzugen. Auch ich bevorzuge eindeutig eher lange Questreihen, die einem die Story näher bringen. Aber der Anteil dieser Spieler geht wohl leider in der Masse unter. So bleibt uns nur abzuwarten, wohin die Entwickler mit den Spielen der Zukunft gehen. Die bisherigen Infos zum neuen Star Wars MMO lassen Grund zur Hoffnung, den dort sollen neue Wege abseits der üblichen Quests, hin zu einer erzählten Geschichte gegangen werden. Auch Jumpgate Evolution oder Star Trek Online könnten neue Wege eröffnen, allein durch das andere Setting. Also bleiben wir gespannt…

Advertisements

Offener Brief an Medien, Politik und Eltern zur “Killerspiel”-Debatte

Posted in Gaming allgemein with tags , , , , , , , , , , , , , , , , on März 22, 2009 by maehman

Ich habe diesen Text bei endoflevelboss gefunden. Ursprünglich stammt er von Die Gefühlskonserve. Da ich ja nun auch schon meinen Beitrag zum Thema hatte und mich die aktuelle Mediensituation tierisch nervt, beteilige auch ich mich an der Verbreitung von diesem Text. Dem Inhalt kann ich nur zustimmen. Also dann:
 

Den Fans von Videospielen geht es wie vielen anderen, die die Debatte, die in der Folge des Massenmords von Winnenden losgetreten wurde, verfolgen: sie sind fassungslos und verärgert. Fassungslos hinsichtlich des Leids, welches ein scheinbar ganz normaler Jugendlicher mit der Pistole seines Vaters angerichtet hat. Verärgert darüber, wie nun versucht wird, diese Wahnsinnstat unter anderem damit zu erklären, dass Videospiele Jugendliche zu Killern machten.

Neue Medien gelten als suspekt. Das ist nicht nur bei Videospielen oder dem Internet so, sondern galt früher auch fürs Fernsehen, Film, Micky-Maus-Hefte (die als Schmutz- und Schund verunglimpft wurden) und Büchern. Angeblich hat schon Goethes “Die Leiden des jungen Werther” reihenweise junge Männer in den Selbstmord getrieben.

Sind Menschen Pawlowsche Hunde?

Die Diskussion läuft dabei immer nach dem gleichen Muster ab: einem neuen Medium, das viele nur vom Hörensagen kennen, wird vorgeworfen, junge Menschen zu verblöden. Das Reiz-Reaktions-Muster welches dieser Argumentation zugrunde liegt, ist das von Pawlow. Sind Menschen wie Hunde, die auf ein Signal hin zu sabbern anfangen? Nein. Die psychologische Forschung hat die Annahme, menschliches Verhalten könne sich über plumpe Reiz-Reaktions-Schemata erklären lassen, schon vor Jahrzehnten widerlegt.

Wir Videospiel-Fans appellieren an Journalisten, sich mit Spielen und der Gesetzeslage, über die sie berichten, professionell auseinanderzusetzen. Kennen Sie den Unterschied zwischen ab 18 Jahren freigegebenen und indizierten Spielen? Wissen Sie ob World of Warcraft ein Egoshooter oder ein Online-Rollenspiel ist und ob Counterstrike nur Gewalt enthält oder Gewalt verherrlicht? In der Vergangenheit haben wir oft erlebt, dass Journalisten all das nicht wussten und mittels ausgesuchter Experteninterviews ihre eigenen Vorurteile gegenüber Videospielen bestätigten.

Journalistische Sorgfaltspflicht

Bei genauem Hinsehen werden Sie, verehrte Journalisten, feststellen, dass es eine breite Palette an Psychologen, Medienpädagogen und Erziehungswissenschaftlern gibt, die nicht durch die Talkshows tingelt, keine lauten Verbotsschreie von sich gibt, sondern zur Differenzierung auffordert. Die journalistische Sorgfaltspflicht gebietet Ihnen ihre Recherche vorurteilsfrei und ergebnisoffen zu gestalten und in Konflikten beide Seiten darzustellen. Berichten Sie über die Erkenntnisse der Medienforschung, statt pauschal vorzuverurteilen. Warum erwähnen Sie überhaupt , dass der Massenmörder von Winnenden auch Computerspiele auf seinem Rechner hatte, wenn nicht bewiesen wurde, dass ein direkter Zusammenhang zwischen Medieninhalten und Gewalttaten besteht?

Möglicherweise haben Sie das Gefühl, die negative Wirkung von Videospielen liege auf der Hand, weil viele jugendliche Attentäter gewalthaltige Games besaßen. Wenn sie annehmen, hier bestünde ein einwandfreier Kausalzusammenhang, dann ignorieren Sie, dass Millionen Menschen sich mit derartigen Medien beschäftigen und ein friedliches Leben führen. Die Schlussfolgerung, die Sie mit einem Satz wie “alle Attentäter beschäftigten sich mit Gewaltspielen” ihren Lesern/Hörern/Zuschauern aufnötigen, folgt der gleichen Pseudo-Kausalität, wie die Aussage “Alle Attentäter sahen gerne fern” oder “Alle Attentäter aßen gerne Kartoffeln”. Macht das Sinn, verehrte Journalisten?

Politikverdrossenheit durch Ignoranz und Populismus

Wir Videospiel-Fans appellieren an Politiker, reflexhafte Verbotsschreie nach Attentaten einzustellen. In Bierzelten mag das Applaus bringen, aber Sie machen sich bei den Millionen von wahlberechtigten Menschen, die sich besser mit Spielen auskennen als Sie, lächerlich.  Ihre Erklärungsversuche und Schuldzuweisungen strotzen vor Ignoranz und Populismus. Sie schüren so – gerade bei jungen Leuten – die Politikverdrossenheit und Sie treiben Menschen, die noch wählen gehen, zu anderen Parteien.

Aus unserem Leben sind Medien nicht mehr wegzudenken. Warum haben wir immer noch keine regelmäßige Medienerziehung in den Schulen? Warum wird so wenig für die Aufklärung von Eltern bezüglich Medienwirkungsweisen und Medieninhalten getan? Warum wird zugelassen, dass unser Schulsystem aussortiert und frustriert und so eine hohe Zahl von Schulversagern produziert? Wie kann es sein, dass die einzige Anerkennung, die einzigen Erfolgserlebnisse, die manche Jungs erfahren aus Videospielen kommt? Wir brauchen eine Kultur des Hinsehens und der Anerkennung in den Schulen und wir müssen uns bewusst werden, welche Verantwortung Eltern hinsichtlich des Medienkonsums ihrer Kinder haben. Hier sind Sie gefragt, verehrte Politiker.

Nachhaltige Politik nimmt die Eltern in die Pflicht

Wir haben eines der restriktivsten Jugendschutzgesetze der Welt in Deutschland und das ist auch gut so. Wenn dennoch Spiele, die nicht für Kinder bestimmt sind, von Kindern gespielt werden, woran liegt das dann? Eltern sind verantwortlich dafür, dass ihre Kinder gut ernährt, gekleidet, erzogen werden. Wenn sie ihre Kinder verwahrlosen lassen, ist das ein Fall fürs Jugendamt. Wenn aber Kinder stundenlang vorm Fernseher oder dem Computer sich mit Inhalten beschäftigen, die nicht für sie gemacht sind, wenn diese Kinder also medial verwahrlosen, wieso ignoriert man dann die Verantwortung der Eltern und ruft nach Verboten für Videospielen? Nachhaltige Politik, die nicht nur auf schnelle Aufmerksamkeit abzielt, schaut auf die Ursachen, nicht auf die Symptome und nimmt die Eltern in die Pflicht.

Wir Videospiel-Fans appellieren an Eltern sich mit ihren Kindern und den Medien, die sie begeistern, auseinander zusetzen. Wenn Sie ihren Kindern schon Fernseher, Spielkonsolen oder Computer ins Zimmer stellen, sollten sie auch wissen, was damit gemacht wird. Sie werden feststellen, dass viele Spiele wunderbare Geschichten erzählen, die begeistern und berühren. Sie werden feststellen, dass viele Spiele völlig friedlich sind. Sie werden feststellen, dass Spiele, in denen Gewalt vorkommt, Brutalität nicht um der Gewalt willen eingesetzt wird, sondern als Handlungsaspekt einer Geschichte oder im Rahmen eines sportlichen Wettkampfs mit Teamcharakter.

Wenn ihr Kind aber auch Spiele besitzt, die erst ab 18 freigegeben oder gar indiziert wurden, so passiert das maßgeblich deshalb, weil Sie als Vater oder Mutter keinen oder zu wenig Überblick haben, was Ihr Kind eigentlich macht. Schauen Sie hin, haben sie Interesse und haben Sie den Mut Ihren Kindern Spiele, die nicht für Kinder gemacht wurden, wegzunehmen und zu verbieten. Die Verantwortung für ihre Kinder kann ihnen niemand abnehmen, nicht der Gesetzgeber und kein Zensor.

Gewaltverherrlichende Spiele sind bereits verboten in Deutschland

Es gibt in Deutschland komplexe, mehrstufige Restriktionen für Gewaltinhalte. Komplett verboten ist schon lange die Verherrlichung oder Verharmlosung von Gewalt (§ 131 StGb). Spiele oder andere Medien, auf die das nicht zutrifft, die aber dennoch geeignet sind, Kinder- oder Jugendliche in ihrer Entwicklung zu gefährden, werden von der Bundesprüfstelle für Jugendgefährdende Medien indiziert (§ 18 JuSchG) und dürfen nicht beworben oder offen verkauft werden. Spielezeitschriften dürfen nicht mal Rezensionen mit den Namen von indizierten Spielen drucken. Zu kaufen sind sie nur für Erwachsene, die im Laden gezielt danach fragen, weil indizierte Spiele nicht offen in Geschäften ausliegen dürfen.

Spiele oder andere Medien, die nicht kinder- oder jugendgefährdend aber dennoch geeignet sind, Kinder- oder Jugendliche in ihrer Entwicklung zu beeinträchtigen, dürfen nicht für ihre Altersstufe freigegeben werden (§ 14 JuSchG). Sie werden je nach Inhalt von der USK, der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle, freigegeben ab 6, 12, 16 Jahren oder erhalten gar keine Jugendfreigabe (= Verkauf ab 18). Diese Spiele enthalten eine Kennzeichnung und dürfen normal beworben und in Geschäften präsentiert werden. Politiker, Journalisten oder andere, die fordern, gewaltverherrlichende Spiele müssten endlich verboten werden, verkennen, dass das schon der Fall ist (siehe oben).

Wir sind keine potentiellen Gewaltverbrecher oder Psychopathen

Bei einem Thema wie Jugendschutz und der Verhinderung von Gewalttaten ist es nicht nur wichtig, sondern absolut unerlässlich zu wissen, wovon man spricht. Da gibt es Leute, für die alleine schon der Verdacht, Videospiele könnten negative Einflüsse haben, genügt, um Verbote auszusprechen. Ob denen bewusst ist, dass sie damit die im Grundgesetz garantierte Meinungs- und Medienfreiheit mit Füßen treten, darf bezweifelt werden. Nur, was bringt es Spiele zu zensieren und zu verbieten, wenn der Nutzen dieser Restriktionen nicht erwiesen ist, sogar von den meisten Experten in Zweifel gezogen wird?

Wir Fans von Videospielen haben im Hinblick auf Games die Medienkompetenz, die vielen Journalisten, Politikern und leider auch Eltern abgeht. Viele von uns haben selbst Kinder, einige bloggen oder nutzen andere Web2.0-Techniken und nehmen so an der Debatte teil. Wir sind ganz normale Leute und wir sind viele. Wir wollen nicht mehr belogen und in die Nähe von Gewaltverbrechern und Psychopathen gerückt werden. Wir wünschen uns eine offene, auf Fakten basierende Diskussion. Hören Sie auf unsere Stimmen.

So zum Abschluss noch der Link zum Artikel der taz zum Thema vom 17.03.09. Link: Seite der taz.

Stand der Dinge III

Posted in Gaming allgemein with tags , , , , , on März 20, 2009 by maehman

Es ist wieder soweit. Einblicke in das, was mich in meiner kleinen Spielewelt so beschäftigt. So langsam kommt sogar die MMO Lust wieder. Wusste doch, das hält nicht lange an. Aber eins nach dem anderen.

The Orange Box

Half Life 2 inzwischen wieder durchgespielt. Momentan also an Episode 1 dran. Nebenbei ein bisschen Portal. Team Fortress lässt mich komplett kalt. Scheint auch nicht viel los zu sein auf XBoxLive. Zum Spiel hab ich schon einiges gesagt und es bleibt einfach ein großartiges Spiel.

 Osmos

Was ist das werden sich einige jetzt fragen. Dieses Bild stammt aus dem Spiel Osmos. Die Demo dazu ist erst seit einigen Tagen bei Steam erhältlich. Osmos stammt von den Independant Entwicklern Hemisphere Games und sie haben damit das Finale des 11. annual Independent Games Festival erreicht.

Man selber startet als relativ kleine Kugel (im Bild oben die helle Kugel) und muss solange kleinere Kugeln absorbieren, bis man die größte Kugel in dem Level ist. Das ganze erinnert an die erste Phase in Spore, nur ohne den ganzen DNA- und Aufrüstungskram. Dazu sehr entspannte Musik und jedes Level hat seine Besonderheiten, wie ein rotierendes Gravitationsfeld das alles anzieht. Das Spiel bemüht sich physikalisch korrekt abzulaufen. Bewegung kommt über den Ausstoß von Eigenmasse zustande. Je länger man die linke Maustaste (die einzige Taste die man zum spielen benötigt) drückt, desto mehr Masse stößt man aus und man bewegt sich auch schneller. Nur könnte man damit kleiner als die zu absorbierenden Kugeln werden. Das würde das Level dann beenden.

Osmos

Das ganze ist eine schöne Abwechslung zu den üblichen meist doch recht hektischen Games. Dazu wirklich klasse Musik und Entspannungs-Gaming kommt in neue Dimensionen.

Allgemein find ich die momentan starke Entwicklung der Independant Games sehr positiv. Ich denke da kommen einige großartige Ideen in nächster Zukunft aus uns zu.

 

Und ‚last but not least‘ der MMO Rückfall. Zum einen bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass Darkfall momentan einfach nicht das ist, was ich gerade will. Der Funke will für mich persönlich einfach nicht überspringen. Also erstmal ruhen lassen und vielleicht in ein paar Monaten nochmal reinschauen. Doch wer hat momentan den Zuschlag erhalten? Doch EQ2, wieder WAR, EvE, Runes of Magic oder was ganz anderes?

EvE fängt zwar wieder an seinen Reiz auf mich auszuüben, aber ich stehe mit meinem Hauptchar momentan etwas ungünstig da. Und die Arbeit das zu richten wird mir momentan zu viel.

Runes of Magic hat einfach den F2P / Itemshop Charakter und fällt für mich quasi raus. Konnte mich nie damit anfreunden.

Bei WAR seh ich auch noch keinen Grund wieder anzufangen. Auch wenn es wohl viele Verbesserungen momentan gibt, sind die Hauptprobleme die mich zum Ausstieg bewegt haben nicht verschwunden. Nämlich keinerlei Abwechslung im Endgame. 3 Instanzen und ewig gleiche Eroberungen…

EQ2 ist nah dran. Zumindest was den Publisher angeht. Nach langem hin und her hab ich mich jetzt entschieden Star Wars Galaxies eine Chance zu geben.

Star Wars Galaxies

Ich hab das Spiel vor der ‚Verschlimmbesserung‘ nie erlebt und kann so völlig vorurteilsfrei an die Sache rangehen. Hab jetzt die letzten beiden Tage etwas in den weiten des Star Wars Universums (eigentlich nur Tatooine) verbracht und bis jetzt gefällts mir ganz gut dort. Klar gibts dort keine zig Millionen Spieler mehr, aber es scheint noch ausreichend Aktivität zu herrschen. Allerdings bin ich noch von der Fülle an Möglichkeiten in dem Spiel erschlagen. Da brauch ich wohl mindestens ne Woche oder 2 um mich vernünftig zurecht zu finden. Aber Hauptsache es macht Spass und das tut es erstmal. Und von meinem ersten Eindruck her gibt es dort auch genug zu tun um für einige Zeit Beschäftigung zu sorgen.

Ein Spiel aus der Vergangenheit und ein neuer Anfang

Posted in Gaming allgemein with tags , , , , on März 16, 2009 by maehman

Ich bin ja eigentlich nicht so der Typ Spieler der ein Game mehrmals durchspielt. Auch jetzt auf der 360 nicht für Achievments. Ich finds zwar irgendwo beeindruckend wenn Leute jedem neuen Gamerscore hinterherjagen, aber der Spielspass sollte doch an erster Stelle bleiben und bei mir wäre es definitiv nicht so. Aber zum eigentlichen Thema. Wie so viele hab ich damals Ende 2004 Half Life 2 gespielt und Jahre vorher auch den 1. Teil. Jetzt Anfang 2009, also gute 4 Jahre später spiele ich schon wieder Half Life 2. Doch warum? Ich muss zugeben, auch wenn ich damals großen Spass mit HL2 hatte sind die beiden Episoden ziemlich unbeachtet an mir vorbeigegangen. Nun stellte ich letztens auf Amazon UK fest, dass dort die Orange Box für die 360 nur umgerechnet 15 Euro kostet. Also hab ich zugeschlagen und um wieder richtig in die Story zu kommen wird nun erstmal das Originalspiel erneut beendet bevor es an Episode 1 und 2 geht. Portal ist natürlich eine sehr schöne dreingabe und TF2 lässt micht ziemlich kalt, aber das ganze war eins dieser Angebote wo ich zuschlagen musste.

Die Begeisterung für das Spiel ist zumindest wieder da. Auch jetzt im Jahre 2009 weist das Spiel einige aktuelle Vertreter des Genres deutlich in die Schranken. So hab ich nun das Nova Prospect Gefängnis hinter mir gelassen und kämpfe mich grad durch City 17. Auch wenn viele Erinnerungen verblasst sind von damals denkt man doch immer wieder ‚Achja, das war schon beeindruckend damals.‘ Also Retro zählt das ganze wohl nicht, aber faszinierend ist es immer wieder auch mal in nur etwas ältere Titel reinzuschauen.

Doch Half Life 2 war nicht nur die damals lang erwartet Fortsetzung des großartigen ersten Teils, sondern auch der Begin der Ära Steam. Und was gab es damals für einen Aufschrei in der Gemeinde der PC Spieler und dies auch zurecht. Verfügten zwar auch damals schon viele und heute noch deutlich mehr Spieler über eine Breitbandinternetverbindung, so war das ganze doch nicht ganz sauber. So handelten sich Valve und Vivendi auch eine Abmahnung durch den Dachverband der Verbraucherzentrale in, da das zwingende vorhandensein einer Internetverbindung und eines Steam Kontos nicht deutlich genug auf der Packung stand. Auch Probleme mit den AGBs und der Bindung des Spiels an einen Account sorgten für Probleme, die letztlich alle mehr oder weniger gelöst werden konnten.

Und heute ist für viele Spieler Steam fast nicht mehr wegzudenken. Klar ist Steam auch eine verdammt praktische Sache. Man braucht keine lästigen CDs/DVDs mehr zu suchen, einfach ein paar Mausklicks und das Spiel installiert sich über das Internet. Patches werden auch automatisch über Steam verteilt, also eine durchaus komfortable Lösung. Dazu einige Social Funktionen um das spielen mit Freunden zu vereinfachen. Auch die regelmäßigen Weekend Deals haben einen großen Einfluss und dort lassen sich teilweise großartige Schnäppchen machen. Dagegen steht ein ganz großes Problem, denn bei Steam erwirbt man beim Onlinekauf nur ein Nutzungsrecht an der Software. Sollte einem mal der Account gesperrt werden sind auch sämtliche damit verknüpften Spiele dahin. Auch was bei einem eventuellen Ende von Steam passiert ist fraglich. Aber solange es läuft ist es schon eine nette Sache. Gerade für Independant Entwickler sind Onlinevertriebsplatformen wie Steam eine großartige Sache. 2D Boy mit ihrem Titel World of Goo sind da ein sehr schönes Beispiel. Ohne genaue Zahlen zu kennen, denke ich der kürzliche Weekend Deal für das Spiel hat doch einen ganzen Haufen an neue Spieler gebracht. Ich gehöre zumindest dazu. In Deutschland haben wir natürlich noch ein ganz eigenes Problem, denn oft gibt es hier nur die zensierte Version von Spielen. In dem Fall sollte man wohl weiterhin zur Importbox greifen.

Das es auch anders geht zeigt Stardock mit Impulse. Da erwirbt man tatsächlich die komplette Software und die Spiele laufen auch ohne einen Client im Hintergrund. Das bei Fans äußerst beliebte Galactic Civilisations 1 und 2 oder Sins of a Solar Empire sind Beispiele hierfür.

Einen schönen Vergleich über verschiedene Online Vertriebsplatformen findet sich bei Polyneux im großen Download-Portal Vergleich.

Was das Thema Half Life angeht wird die Story sicher noch weitergehen. So war die Episode 3 zwar ursprünglich für das Frühjahr 2009 angekündigt, doch wie so oft in der Branche verspätet sich das ganze, auf wann ist mal wieder unbekannt. Doch weitergehen wird die Story um den kämpfenden Wissenschaftler Gordon Freeman auf jeden Fall. Vielleicht diesmal auch zeitnah auf meinem Monitor.

Amoklauf und die Suche nach den Schuldigen

Posted in Gaming allgemein, Sonstiges with tags , , , , , on März 11, 2009 by maehman

Mein Beileid an alle Angehörigen der Opfer. So eine schreckliche Tat erschüttert uns zurecht und macht einige Zustände in unserem Land sehr fragwürdig. Die persönlichen Probleme die zu so einer Tat führen sind nur sehr schwer zu begreifen und lassen uns fassungslos zurück.

 

 

 

 

Wie zu erwarten war die Diskussion in den Medien über den Tag gewaltig. Jetzt langsam sind die meisten Fakten gesammelt und ein Bild zeichnet sich ab. Da darf eine Sendung wie ‚Hart ab Fair‘ natürlich nicht fehlen. Auch einige der Teilnehmer der Diskussionsrunde waren mir klar bevor ich die Namen hörte. Da waren diesmal: Wolfgang Bosbach (CDU und 3facher Familienvater), Rebecca Bondü (Diplom-Psychologin an der FU Berlin), Johannes Struzek (Schüler, 19 Jahre), Prof. Christian Pfeiffer(Direktor des Kriminologischen Instituts Niedersachen) und Tom Westerholt (Computerspielexperte beim WDR).

Der Anfang der Diskussion lief auch noch sehr sachlich und fair. Es wurde nicht gleich die ‚Killerspiel-Sau‘ durch das Dorf getrieben. Es wurde ein wenig das soziale Umfeld und sehr direkt die Mobbing-Situation an deutschen Schulen beleuchtet. Doch nach ungefähr einer halben Stunde ging es wieder los. Die bösen Killerspiele. Betonte Prof. Christian Pfeiffer zuerst noch das ‚Killerspiele‘ nicht der generelle Grund für Amokläufe sein, fiel auch er wieder in sein für sich typisches Muster. Herr Bosbach war auf einem ähnlichen Kurs.

Äußerst unprofessionel war mal wieder der Bericht über Counter-Strike. Zuerst ein Rückblick ins Jahr 2006 wo das ganze schon einmal stattfand und diesmal zeigte man uns 22 Sekunden aus dem bösen Killerspiel. Der Unterton des Berichts zeigte wie wenig Fachkenntnis in der Redaktion doch vorhanden ist.  

Anschließend versuchten sowohl der Schüler Struzek, als auch Herr Westerholt Counter-Strike und Computerspiele allgemein in das richtige Licht zu rücken. Doch wurden beide sehr oft unterbrochen und ihnen sogar teilweise das Wort abgeschnitten. Jedoch konnten sie sich soweit gehör verschaffen, dass Millionen Leute Counter-Strike spielen und eben nicht Amok laufen, sondern ein völlig normales Leben führen. Doch eingegangen auf die Thematik ist man nur beiläufig. Man hatte den Eindruck das man an diesen Punkten in der Sendung nur wenig interesse hat.

Es gab auch noch einen Bericht wie Minderjährige teilweise problemlos an für sie nicht freigegebene Spiele gelangen. Dort wurde zumindest sachlich die mangelnde Umsetzung der Gesetze durch den Handel kritisiert.

Abschliessend hinterlässt die Sendung bei mir gemischte Gefühle in der Hinsicht wo die Diskussion diesmal hinführen wird. Obwohl auch aus Richtung der Spielegegner einige guten Punkte angeführt wurden, bleibt halt die teilweise sehr subjektive Kritik an dem ganzen. Der Punkt des Elternhauses wurde auch fast komplett ignoriert. Es gibt zwar wenige Fakten dazu momentan, aber immerhin wurde gesagt, das es sehr fraglich ist, warum der Vater soviele Waffen zu Hause haben muss und warum davon auch noch mindestens eine nicht weggeschlossen war. So liegt meine Kritik weniger an den Aussagen der Teilnehmer der Sendung, als an der Richtung in der die Sendung ablief und von Herrn Plasberg gelenkt wurde.

Zumindest wurden bis jetzt noch nicht Computerspiele als Teufel an die Wand gemalt so bleibt ein wenig Hoffnung, dass diesmal ein wenig mehr an den eigentlichen Ursachen gearbeitet wird, als an dem Tropfen auf dem heissen Stein. Bis jetzt sind Computerspiele zwar nocht nicht der Hauptschuldige, aber früher oder später wird die Diskussion und unprofessionelle Berichterstattung darüber auch wieder in einigen Medien ankommen.

Sicherlich können gewaltätige Medien (egal in welcher Form) eine negative Wirkung auf geistig nicht gefestigte Personen haben, jedoch sollte doch viel eher daran gearbeitet werden das besonders junge Menschen in diesem Land zu geistig gefestigten Erwachsenen heranwachsen, anstatt gleich wieder mit der großen Verbotskelle auszuholen. Da stimmen sogar ein Prof. Pfeiffer und ein Herr Bosbach zu… 

Auch bei Freizeitheld gibt es einen Beitrag zum Thema.
Endoflevelboss schreibt auch was zum Thema.

Stand der Dinge II

Posted in Gaming allgemein with tags , , , , , , , , , on März 11, 2009 by maehman

Es ist schon merkwürdig. Da spielt man ewig MMOs, macht jeden noch so schwierigen Start mit nur um wieder mit den gleichen Problemen konfrontiert zu werden. Technische Probleme, inhaltliche Mängel im Endgame oder andere Probleme machen das Spiel manchmal mehr zur Qual als zu der Freude die es eigentlich sein sollte. So auch mein momentanes Sorgenkind Darkfall. Ich kann mich mal wieder nicht motivieren. Ich war begeistert in der Beta, hab den Start mit allen seinen Problemen ertragen und dann nach 2 Nachmittagen nicht wieder gestartet. Irgendwie ist die Luft für MMOs wohl erstmal raus. Ich werde wohl die Tage Darkfall erstmal auf Eis legen. Was ich mit Everquest mache weiss ich noch nicht, da ich da eigentlich noch jede Menge zu tun hätte und wie ich mich kenne überkommt es mich wieder wenn ich das auch kündige… oder ich fange wieder mit WoW an, obwohl das wohl eher unwahrscheinlich ist.

Aber derweil gibt es auch soviel andere Titel die einen lange beschäftigen können.

fear2

F.E.A.R.2 inzwischen durchgespielt. Wenn man erstmal drin ist endet es auch leider recht schnell wieder. Schwierigkeitsgrad ist auch nicht besonders hoch. Im spielerischen Vergleich zu Teil 1 ist das Spiel auch klar unterlegen. Klar ist Fear2 ein guter und solider Shooter mit einigen Horror/Grusel Elementen, aber an die Klasse des Vorgängers reicht es leider nicht herran. Am besten hat mir der Part in der Grundschule gefallen, dort kommt an einigen Stellen schon sehr schön Spannung auf. Der Multiplayer scheint auch eher normal zu sein. Die üblichen Modi in mittelmäßiger Umsetzung. Da bieten andere Spiele einfach mehr. Klar ist es hauptsächlich ein Singleplayer Spiel aber ein wenig mehr Aufmerksamkeit hätte man dem Multiplayer ruhig widmen können.

Warten wir ab was der 3. Teil bringt, denn der ist bei dem Ende ziemlich wahrscheinlich…

halowarsce

Ja Halo Wars, was soll ich da sagen? Sehr schöne Unterhaltung im Strategiegewand. Die Missionen bieten spielerisch ordentlich Abwechslung: viele Bonusaufgaben, verstecke Schädel und ein akzeptabler Technologiebaum. Dann gibt es natürlich noch den Multiplayer der für viele weitere Stunden Spass sorgen sollte. Mir gefällts wirklich gut, obwohl es Strategie bei mir eher schwer hat. Der ganzen Total War Reihe kann ich persönlich zum Beispiel nichts abgewinnen, da können die Spiele noch so großartig sein. Aber hier passt einfach alles. Auch wird die Collectors Edition ihrem Namen gerecht. Hier nochmal der ganze Inhalt:

– 3 Multiplayer Maps für Halo 3 (Mythic Map Pack) Kommen auch für alle anderen Halo Spieler, nur halt etwas später.

– Halo Comic

– Spezieller Skin für den Wraith Panzer der Convenant – ‚Honor Guard Wraith‘

Honor Guard Wraith

– Spirit of Fire Aufnäher. Nettes Gimmick, aber damit rumlaufen ist wohl etwas sehr ’nerdig‘

– 6 Karten mit Infos zu den Anführern im Multipalyer

Dazu ein schickes Steelbook mit Wendemotiv. Durch eine Plastikbanderole mit allen Infos bleibt das Steelbook auch frei von allem Kennzeichnungskram.

Zusätzlich gibt es auch noch einen besonderen Skin für den Warthog der UNSC.

Flaming Warthog

Ursprünglich war es geplant den Code hierfür als Bonus für Vorbesteller zu verteilen. Doch es gab anscheinend Probleme damit und so wurde schliesslich der Code an alle deutschen Gamertags geschickt die Halo Wars im Spielprofil hatten und es erlaubt haben E-Mails von Microsoft zu empfangen. Man konnt den Code aber auch auf einigen Fansites gewinnen, da hab ich glücklicherweise einen abgestaubt.

Man sieht es geht. Auch bei uns enthält die Collectors den gleichen Inhalt wie im Ausland. Man muss nur wollen und die Kunden ernstnehmen. Capcom tut dies ja anscheinend nicht…

Battlefield: Bad Company

Wahrlich nicht der neuste Titel, aber immer wieder ein unglaublicher Spass im Multiplayer. Bei der Singleplayer Kampagne hab ich zwar grad mal 2 Missionen abgeschlossen, aber im Multiplayer kann man wochenlang Spass haben. Es fängt an mit der Lobby. Es vergehen vielleich 2 Minuten vom Spielstart bis man sich im Gefecht befindet. So muss es sein, gibt doch kaum was schlimmeres als ewig zu warten um ein ’schnelles Gefecht‘ zu spielen. Besonderes Feature ist natürlich die ‚Frostbite-Engine‘. So ist es möglich jeden Baum, Zaun und auch Gebäude zu zerstören. Deckung hat somit nur einen begrenzten Wert und die Explosionen machen grafisch schon einiges her. Nicht fehlen darf natürlich auch nicht das typische freischalten von neuen Waffen. Für einen neuen Rang im Multiplayer gibt es Credits womit sich neue Waffen und Extras für die verschiedenen Klassen erwerben lassen. Unzählige Orden und Auszeichnungen kann man isch im Spiel auch noch verdienen. Das Spiel ist in meinen Augen einfach rundum gelungen. Der perfekte Titel wenn ich mal wieder nicht weiss was ich spielen soll. Einfach ein paar Runden Multiplayer und der Spass ist garantiert. Der Singleplayer steht allerdings auch noch auf meiner Liste, da gerade die Charaktere einen sehr guten Eindruck machen. PC Spieler können sich auf den Herbst freuen wenn der Nachfolger auch auf dem PC erscheinen soll.

Und für Spielenachschub ist auch schon gesorgt, denn Amazon UK scheint wieder alles nach Deutschland zu liefern und solange die Preise so günstig sind muss man einfach zuschlagen. Aber mehr dazu ein andermal…

MMO Rückblick – EvE Online

Posted in MMO Rückblick with tags , , , , , , on März 8, 2009 by maehman

‚Der Weltraum, unendliche Weiten…‘ aber Halt, das Spiel erscheint erst später. Hier gehts ja um EvE. Nicht nur eines der wenigen Weltraum/SciFi MMOs, sondern auch einer der wenigen Vertreter der Sandbox MMOs. Im Jahre 2003 von der Isländischen Firma CCP (Crowd Control Productions) veröffentlicht und seitdem im stetigen Wachstum. Fing das ganze noch mit sehr überschauberen Spielerzahlen im 1.oooer Bereich an, finden sich momentan bis zu 50.000 Spieler gleichzeitig auf dem Server (aktueller Rekord vom 8. Februar 2009: 51.675) bei ungefähr 250.000 aktiven Accounts. Sicherlich im Vergleich zum Schneesturm wenig Accounts, aber selbst ein Warhammer Online hat momentan kaum mehr Spieler.

eve_online_logo

Besonderheit bei EvE ist das es nur einen Server bzw. Server-Cluster gibt. So kann man jederzeit auf jeden anderen eingeloggten Spieler treffen. So faszinierend diese Welt auch ist, ergeben sich durch die große Zahl an Spielern gerade bei großen Weltraumschlachten erhebliche Performance Probleme. Auch seit Jahren in der Kritik ist das Jita System. Als eines der ‚Startgebiete‘ und Haupthandelsplatz im Spiel befinden sich zu jeder Zeit mehrere Hundert Spieler gleichzeitig im System. Die Situation hat sich zwar in den letzten Jahren dank ständiger Hard- und Software Updates verbessert, aber Lags und Performanceprobleme sind immernoch deutlich spürbar.

Doch was macht EvE eigentlich aus? Wer ein WoW im Weltraum sucht wird hier nicht fündig, da ist vielleicht das kommende Star Wars MMO eher was. Bis dato gibt es keine Avatare im eigentlichen Sinne bei EvE. Jeder Spieler erschafft sich zwar einen Character, aber mehr als das Passfoto bekommt man von seinem Charakter nie zu sehen. Allerdings ist eine Erweiterung dafür in Entwicklung, wo Spieler erstmals ihre Raumschiffe verlassen und als Personen auf einer der unzähligen Weltraumstationen herumlaufen können. Man steuert also sein Raumschiff durch das Weltall oder klickt sich durch Menüs in Stationen. Das ganze mag auf den ersten Blick etwas ‚kalt‘ wirken, doch versprüht das Spiel dadurch seinen ganz eigenen Charme.

Größenvergleich aller EvE Raumschiffe

Größenvergleich aller EvE Raumschiffe

Grundsätzlich stehen dem Spieler 4 verschiedene Rassen zur Verfügung. Jede Rasse mir ihren eigenen Raumschiffen und speziellen Schwerpunkten. Die einen sind eher auf Raketen und Torpedos spezialisiert, während die anderen eher mit Lasern kämpfen. Damit sind wir auch schon bei den Raumschiffen, dem eigentlichen Charakter im Spiel. So wie man in anderen Spielen neue Schwerter sammelt und ausrüstet sind es hier Waffensysteme, Schilde, Panzerung, Reaktoren und sehr viel anderer Spielkram. Alleine über die Ausrüstung eines Schiffs finden sich seitenlange Diskussionen im offiziellen Forum. Gerade dieses Micromanagment ist ein sehr spannender und motivierender Aspekt in EvE. Jede Situation, ob nun PvE oder PvP erfordert verschiedene Ausrüstungen und Taktiken. Die Möglichkeiten ein Schiff auszurüsten sind unzählig. Gerade am Anfang sicherlich keine leichte Aufgabe. Die Komplexität des ganzen sollte man nicht unterschätzen.

Doch natürlich wird niemand völlig ohne Erklärung in den kalten Weltraum geworfen. Jeder startet im Tutorial wo einem die Grundzüge beigebracht werden. Grundlagen des Interfaces, der Kampf und Erzabbau werden dem Spieler erklärt. Das ganze lässt sich auch überspringen, aber das ist für Einsteiger nicht zu empfehlen. Doch was macht man nach dem Tutorial?

Wie für ein Sandbox-Spiel üblich steht dem Spieler die Welt offen. Keine vorgefertigten Wege, keine Charakterklassen und kein leveln. Man schwebt nun also im Weltraum oder im Hangar einer der unzähligen Stationen und das Abenteuer kann beginnen. Doch gleich in ein großes und schwer bewaffnetes Schiff steigen steht am Anfang noch nicht auf der Liste der Möglichkeiten. Jedes Schiff und auch Ausrüstungsteil erfordert bestimmte Skills als Vorraussetzung, von Geld ganz zu schweigen. Also muss man beides erstmal verdienen. Großer Unterschied der Skills zu anderen Spielen besteht darin, dass hier in Echtzeit gelernt wird. Dauern die ersten Skills noch ein paar Minuten, so dauern weit fortgeschrittene Skills bis zu einem Monat und länger. Die Zeit läuft allerdings auch weiter wenn man ausloggt und man kann das Skilltraining jederzeit ändern ohne Zeitverluste. So lohnt es sich über Nacht längere Skills zu lernen und auch wenn man in Urlaub fährt lernt der Charakter noch weiter. Nach einer Weile fängt man von ganz alleine damit an die Skills so zu planen, das man zu Hause ist, wenn ein Skill fertig wird. Erschreckend, aber das sagt auch etwas über die Faszination des ganzen aus. Geld verdient sich auf die übliche Weise durch Aufträge oder verkaufen von Ausrüstung und Rohstoffen und Geld wird man eine ganze Menge benötigen…

Ein Schiff der Titanen-Klasse. Die größten und teuersten Schiffe in EvE.

Ein Schiff der Titanen-Klasse. Die größten und teuersten Schiffe in EvE.

So liegt es nahe sich erstmal damit zu beschäftigen. Etwas Erz abbauen oder Aufträge für eine oder mehrere der unzähligen NPC Firmen erledigen. Mit der Zeit füllt sich das Bankkonto und auch größere Schiffe und bessere Ausrüstung stehen nach und nach zur Verfügung. Und auch die ersten Verluste werden früher oder später auf den Spieler warten. Denn wenn man einen Kampf verliert explodiert logischerweise das Raumschiff. Im PvP kann der Gegner nun die Überreste aufsammeln, während man im PvE gute Chancen hat das was bei der Explosion übrig geblieben ist wieder zu bekommen. Den eigentlichen Charakter kann man meist noch in einer Rettungskapsel retten. Sollte der Gegner im PvP es allerdings schaffen auch die Kapsel (Pod genannt) zu zerstören, wacht man in einem neuen Klon wieder auf. Diese Klone kann man in einigen Stationen anlegen und damit seine Skills speichern. Vergisst man einmal einen aktuellen Klon zu kaufen droht beim Tod des Spielers auch der Verlust von Skillpunkten, teilweise die Arbeit von Wochen. Aus diesen recht harten PvP Bedingungen ergibt sich auch eine der ‚goldenen EvE Regeln‘: Fliege nur das, was du dir auch leisten kannst  zu verlieren.

Natürlich macht das ganze einer Gruppe noch deutlich mehr Spass und so tummeln sich auch viele von Spielern geführte Firmen im Universum. Jede mit eigenen Zielen, Verbündeten und politischen Vorstellungen. Viele Firmen schliessen sich auch zu Allianzen zusammen und können dann ganze Bereiche des Weltraums kontrollieren. Auch der Bau von eigenen Stationen steht den Firmen und Allianzen offen. Gegner können diese natürlich auch wieder zerstören.

Der Weltraum besteht aus über 5.000 verschiedenen System die mittels Sprungtoren verbunden sind. In jedem System gibt es Stationen, Planeten und Asteroidengürteln. Jedes System hat einen eigenen Sicherheitsstatus, der von 1.0 bis runter zu 0.0 reicht. Die Systeme mit 1.0 bis 0.6 werden Highsec genannt, 0.5 bis 0.1 ist der Low Sec und schliesslich noch 0.0. Im Highsec ist man als Spieler relativ sicher. Dort achtet die Computergesteuerte Polizei (Concord) auf Recht und Ordnung und Angriffe auf unbescholtene Spieler werden umgehend und zuverlässig geahndet. (Durch Zerstörung des Angreifers). Im Low Sec hingegen gibt es keine Polizei und einzig in der Nähe von Stationen und Sprungtoren werden die ‚unschuldigen‘ durch automatische Geschütze etwas beschützt. Im 0.0 schliesslich liegt das Gesetz einzig in der Hand der Spieler und Allianzen. Im 0.0 wartet dementsprechend auch der größte Profit. Die teuersten Erze und große NPC Piraten mit hohen Kopfgeldern. Funktionieren tut das ganze durch ein ‚Flagging‘-System. Jeder Spieler fängt neutral an. Angriffe auf andere neutrale Spieler machen einen für begrenzte Zeit zum Kriminellen und wer neutrale Spieler zerstört wird dauerhaft als Krimineller markiert. Durch Aufträge für NPC Firmen lässt sich der Ruf wieder verbessern. Im 0.0 interessiert allerdings niemand das Standing, da wird Grundsätzlich erst geschossen und später gefragt. Auch kann man ein Kopfgeld auf andere Spieler aussetzen. Die berüchtigsten Spielerpiraten haben ein so hohes Kopfgeld, sollte man sie einmal töten hat man für die nächsten Monate Ingame ausgesorgt.

Ein Schlachtschiff der Armarr

Ein Schlachtschiff der Armarr

So ist auch die Konkurrenz der Spieler um die Vorherrschafft um diese Systeme ein wesentlicher Bestandteil des Spiels. Und in den Kämpfen um die wertvollsten Systeme ist alles erlaubt. Ingame Spionage, Bestechung, Infiltration, Betrug oder Massenschlachten, alles was zum eigenen Vorteil genutzt werden kann wird auch genutzt. Alles was im Rahmen des Spiels möglich ist, ist auch erlaubt. Erst kürzlich ist eine der größten Allianzen auf Grund von Spionage und Bestechung von einem der Offiziere zerbrochen. Die Story schaffte es sogar auf Golem.de.

Nach 6 Jahren die das ganze jetzt läuft stellt man sich als Anfänger natürlich die Frage, wie man da überhaupt mithalten soll? Natürlich kann man Spieler die seit Jahren spielen und über 100 Millionen Skillpunkte haben nicht einholen, aber verloren ist man deshalb noch lange nicht. Jeder Skill geht nur bis maximal Level 5. So kann ein seit Jahren aktiver Spieler zwar auf mehr Skills (z.B. Schiffe der verschiedenen Rassen) zurückgreifen, aber ein Anfänger kann mit ordentlicher Planung zumindest in einem spezialisierten Bereich auf das gleiche Niveau kommen. Dem schon lange aktiven Spieler werden aber immer mehr Möglichkeiten offen stehen. Auch jetzt nach 6 Jahren hat es noch kein Spieler geschafft wirklich alle Skills bis auf Level 5 zu lernen, so groß ist die Viefalt der Skills und damit Möglichkeiten seinen Charakter zu entwickeln.

Ein weiterer wichtiger Aspekt des Spiels ist die Wirtschaft. Als offenes Wirtschaftssystem ist fast alles von den Spielern kontrolliert. Jedes Schiff und Ausrüstungsteil kann von Spielern gebaut werden. Nur einige grundlegenden Ausrüstungsteile und Schiffe werden auch durch die NPC Firmen angeboten. In keinem anderen MMO ist die Wirtschaft so komplex und umfangreich wie bei EvE und alleine mit allen Aspekten der Wirtschaft und Produktion kann man Monate in dem Spiel verbringen. Es gehört aber auch die Seite des Betruges dazu. Um Geld zu machen ist halt alles im Rahmen des Spiels erlaubt. Ein besonders aufmerksames Auge ist daher auch beim handeln Pflicht.

eve_trinity

Man sieht also bei EvE ist vieles anders als bei den üblichen MMOs, doch vieles ist auch gleich. Die monatlichen Kosten sind im üblichen Rahmen für die Branche. Allerdings gab es EvE für lange Zeit nur als Download. Erst jetzt im März kommt durch Atari eine Box mit einigen Extras in den regulären Handel. Eine Aktion die hoffentlich einige neue Spieler anziehen wird. Auch das übliche ‚Drama‘ in den Foren und Ingame Chats ist wie in jedem anderen Spiel zu finden. Auch finden regelmäßig kostenlose Erweiterungen ihren Weg in das Spiel. Zuletzt erst gab es ein großes Grafikupdate und die nächsten Updates sind schon angekündigt. Zusätzlich veranstaltet CCP jedes Jahr auf Island das sogenannte Fan-Fair. Eine Messe wo über die neusten Entwicklungen rund um EvE Online berichtet wird.

Was jedoch wohl etwas anders als bei anderen MMOs ist, dürfte das Alter der Spieler sein. Im Jahre 2006 hat eine Umfrage ergeben, dass der/die durchschnittliche EvE Spieler(in) 27 Jahre alt ist und ca. 2.5h am Tag spielt. 5% der Spieler waren damals weiblich. Hauptgrund dafür ist sicherlich die hohe Komplexität und das andere Setting. Aber auch die berühmt/berüchtigten ‚Roxxor-Kiddies‘ sind vertreten.

Wie bei den meisten Sandbox Spielen ist das alles sicherlich nicht für jeden geeignet. Denn man ist nie 100%ig sicher vor den ‚bösen‘ Spielern. Doch gerade dieses Risiko und die Vielzahl an Möglichkeiten machen das Spiel auch gerade so spannend. Für alle die sich einmal einen Überblick über EvE Online verschaffen wollen und ein wenig den unendlichen Weltraum erkunden wollen gibt es eine 14 Tage Trial auf der Homepage. Man kann in der Zeit zwar nur einen Bruchteil des Weltraums erleben, aber fesselnd ist es für den interessierten Spieler allemal.

Link: EvE Online