MMO Rückblick – Shadowbane

Jaja, die Vergangenheit. Beschränkt man das ganze nur aufs spielen haben wir alle da wohl schon einiges erlebt. Höhen und Tiefen. Spiele die wir nach 5 Minuten nicht mehr sehen konnten und einige Titel spielt man seit Jahren immer wieder.

Und dann gibts da ja noch die MMOs. Für viele der heutigen Spieler fing es mit WoW und der Massentauglichkeit der MMOs an, doch auch der Kreis der Spieler die schon vorher in die faszinierende Welt der MMOs eintauchten ist nicht klein.

Persönlich fing für mich das ganze eigentlich bei den Browsergames an. Titel wie DroidWars, Die Ewigen, Spacenations, X-Wars und andere waren wenn man so will meine Einstiegsdroge. Doch irgendwann reichten Texte und Bilder nicht mehr aus, ich wollte mehr…

So entdeckte ich dann Shadowbane. Ein Fantasy Welt die für damalige Verhältnisse einiges bot.

Shadowbane Box

Klarer Fokus des Spiels war das PvP. Spieler schlossen sich zu Gilden zusammen, bauten eigene Städte und kämpften gegeneinander um Farmspots, Städte oder Minen.

Mit 12 verschiedenen Rassen und 8 Klassen war die Auswahl schon ganz ordentlich. Natürlich war nicht jede Kombination möglich, dennoch boten sich viele Möglichkeiten für die Spieler. Zu beginn konnte man eine der 4 Basisklassen (Heiler, Magier, Kämpfer und Schurke) wählen um dann mit Level 10 sich in eine von 2 Richtungen zu spezialisieren. Auch einige Geschlechtsspezifische Klassen gab es. So waren Furien und Jägerinnen nur für weibliche Charaktere zugänglich, während Warlocks nur für männliche zur Verfügung standen. Es gab sogar einige Rassen die tatsächlich fliegen konnten, ein interessanter taktischer Aspekt.

Als besonders zu erwähnen sind noch die Runen. Diese sorgten für weitere Spezialisierung der Charaktere wobei bestimmte Werte erhöht werden. Einige der Runen konnte man bei Erstellung des Charakters wählen oder auch später hinzufügen, denn eingie Runen gab es nur in der Spielwelt zu finden. Um diese Runen entstanden auch immer wieder Kämpfe zwischen den Spielern.

Was den PvE Aspekt des Spiels angeht gibt es nicht viel zu berichten. Monster verhauen für Erfahrung, viel mehr war da nicht. Einige seltene Monster für die Runen gab es auch noch, aber ein Questsystem wie in WoW gab es nicht. War auch nicht zwingend nötig. PvE hat eh kaum jemanden interessiert und zum Leveln wurden in der Gilde Macrogruppen gebildet.

Ein Thema das heute (zu recht) verurteilt wird, wurde da als gegeben hingenommen. Offiziel war es verboten, aber gemacht wurde von Seiten der Entwickler auch nichts.

Einige Klassen konnten durch ihre Fähigkeiten unbegrenzt kämpfen. Dazu die Möglichkeit einiger Rassen zu fliegen eröffnete diese Möglichkeit. Es war nicht schön, aber effektiv. Praktisch gesehen war das Leveln ja auch nur das Mittel zum Zweck, nämlich PvP. Das maximale Level war 75 und an den richtigen Stellen für Vielspieler in 3 Tagen zu erreichen.

Auch Wettereffekte gab es damals schon

Auch Wettereffekte gab es damals schon

Im Gegensatz wo in vielen aktuellen und vergangenen Spielen das PvP auf Gebiete oder andere Art beschränkt war, konnte man in Shadowbane immer und überall seine Fähigkeiten mit anderen messen. Startgebiete waren sichere Zonen, aber der Rest der Welt befand sich quasi ständig im Krieg. Allgemein war die Welt zum größten Teil von den Spielern kontrolliert. Eigene Städte mit Wachen und Händlern, waren der Kern des ganzen. Auch das Angebot der Händler wurde von den Spielern gesteuert. Es entwickelten sich spezeille Handelsposten wo jeder interessierte Spieler eine Hütte mit Händler mieten konnte um seine Waren an den Mann zu bringen, doch auch in den sonstigen Spielerstädten gab es einige lohnenswerte Geschäfte zu tätigen, sofern man überhaupt in die Städte hineinkam, dies war nämlich den Besitzern überlassen wem Zutritt gewährt wird.

Doch was passiert wenn einem haufen Irrer so eine Welt überlassen wird? Natürlich, die Leute fangen an sich gegenseitig ds Leben schwer zu machen. Es gab Raidgruppen die durch die Monsterzonen zogen um dort andere Spieler zu bekämpfen oder um gleich die Stadt einer gegnerischen Gilde einzureißen. Was heute in einem Warhammer unmöglich ist, war damals ganz normal. Wie kommt man am einfachsten in eine Festung? Man reißt die Mauer ein.

Belagerungswaffen, sowohl stationär, als auch für die Spieler machten jede Schlacht zu einem individuellen Erlebniss.

Belagerungswaffe

Städtebelagerung

In so einer Welt gehörte natürlich auch Playerloot dazu. Alles was ein Spieler im Inventar hatte konnte nach seinem Ableben vom schnellsten aufgesammelt werden. So achtete man immer darauf wertvolle Items in der Stadt beim Bänker zu lassen, denn wehe man trägt zuviel mit sich herum. Zumindest der Gegner hat sich dann gefreut.

Mit diesen im Grunde recht einfachen mitteln war Spass und auch Spannung für Monate garantiert. Ohne zu übertreiben war dies eine harte Welt, wo man seine Lektionen im Zweifel teuer bezahlt hat, aber der Stolz nach einer gewonnen Schlacht war umso größer.

Auch heute laufen noch einige Server. Nachdem das Spiel schon kurz vor dem Ende stand läuft es momentan als Free2Play Titel auf 3 Servern. Grafik ist natürlich nicht mehr Zeitgemäß und auch der Einstieg würde sich für neue Spieler wohl schwierig gestalten wenn man dort keine Freunde hat oder ganz schnell welche findet.

Doch jede Zeit geht irgendwann zu Ende und so auch Shadowbane für mich. Der Server wurde immer leerer und auch meine Gilde dort widmete sich anderen Spielen und so zog auch ich weiter, doch vergessen werde ich dieses Spiel nie.

 

Hoffe dieser Rückblick hat euch Lesern gefallen. Ich plane nach und nach jedem MMO das ich zumindest länger als einen Tag gespielt habe hier einen Platz zu widmen.

Advertisements

3 Antworten to “MMO Rückblick – Shadowbane”

  1. Hey, noch ein MMO-Museum! :)

  2. rupickman Says:

    Very nice! Danke für den Artikel :). An das Spiel erinnere ich mich auch noch sehr gut.

  3. Zuckerbrot und (keine) Peitsch?…

    Warhammer verzieht uns…
    Gestern hatte ich ja erzählt das ich Donnerstag Abend im SZ war. Szenarien sind in Warhammer ja eine tolle Sache. Manchmal – und ich meine damit nicht Ausreden wie unausgewogene Nahkämpferverteilung (Siehe Order: Mitleid) -…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: